BushCAGovs2.jpg]] Arnold Alois Schwarzenegger (* 30. Juli 1947 in Thal bei Graz, Steiermark, Österreich) ist der achtunddreißigste Gouverneur von Kalifornien (USA). Bis zu seiner politischen Karriere war er ein international bekannter Filmschauspieler, der vor allem durch die Terminator-Filme Berühmtheit errang und international erfolgreicher Bodybuilder, u.a. als Mister Universum. Schwarzenegger besitzt sowohl die österreichische als auch (seit 1983) die US-amerikanische Staatsbürgerschaft und lebt derzeit in Chatsworth, einem Stadtteil von Los Angeles.
1968 wanderte Schwarzenegger in die USA aus. Ab 1973 studierte er neben dem Beruf Betriebs- und Volkswirtschaftslehre in Wisconsin. Sein Studium schloss er 1980 ab. In den 1970er-Jahren baute sich Schwarzenegger ein Millionenvermögen als Immobilienmakler auf.
Bei der deutschen Synchronisation der überwiegenden Zahl seiner Filme lieh ihm Thomas Danneberg die Stimme.
1991 eröffnete Schwarzenegger zusammen mit seinen Schauspielerkollegen Bruce Willis, Demi Moore, Jackie Chan und Sylvester Stallone in New York die Fast-Food-Kette „Planet Hollywood“.
1996 wurde ihm die Ehrendoktorwürde verliehen.
1997 wurde in Graz-Liebenau das Arnold-Schwarzenegger-Stadion eröffnet (welches im Jahre 2006 wieder umbenannt wurde, da Schwarzenegger einen zum Tode verurteilten Afro-Amerikaner nicht begnadigt hatte), und Schwarzenegger bekam den „Leadership Award“ der Simon Wiesenthal-Stiftung verliehen. Wegen eines Herzklappenfehlers unterzog er sich im April einer Operation.
Am 2. August 1998 starb Schwarzeneggers Mutter Aurelia.
Politisch trat Schwarzenegger bis zu seiner Kandidatur als Gouverneur von Kalifornien nur gelegentlich in Erscheinung.
1990 wurde Schwarzenegger von US-Präsident George H. W. Bush zum Vorsitzenden des nationalen Rates für Fitness und Sport ernannt. Bereits 1999 schloss er eine politische Karriere nicht aus. Er gilt als gemäßigter Republikaner: Er ist weder radikaler Abtreibungsgegner, noch vehementer Befürworter der Todesstrafe. Am 7. August 2003 erklärte er die Absicht, für das Amt des Gouverneurs in Kalifornien zu kandidieren (scherzhaft bereits Gouvernator genannt – ein Wortspiel aus Gouverneur und Terminator). Im Oktober desselben Jahres gewann Schwarzenegger diese Wahlen. Er gehört der Republikanischen Partei an und steht wegen seiner unnachgiebigen Haltung zur Todesstrafe besonders in Österreich in der öffentlichen Kritik.
Dabei bewies er genug politischen Instinkt, um zu erkennen, dass er im liberalen Kalifornien (in dem etwa seit langer Zeit kein republikanischer Präsidentschaftskandidat mehr die Stimmenmehrheit gewonnen hat) kein all zu scharfes Profil als Republikaner zeigen durfte, wofür er von seinen Parteifreunden teils heftig als 'Mogelkandidat' angegriffen wurde, der unter falscher Flagge segele und die Ideen der Partei verraten habe.
Er kündigte an, jeden Dollar, den der amtierende Gouverneur Gray Davis zur Verhinderung der Abwahl ausgebe, mit einem eigenen Dollar kontern zu wollen.
In sein Team holte er den ehemaligen US-Außenminister George Shultz und den Milliardär Warren Buffett.
Am 7. Oktober 2003 gewann Schwarzenegger die Wahl zum Gouverneur in Kalifornien mit über 48% der abgegebenen Stimmen. Am 17. November 2003 wurde er als 38. Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien vereidigt.
Seine ersten Monate im neuen Amt wurden durchweg als positiv bewertet. Schwarzenegger versteht sich darauf, auch politische Gegner für seine Sache zu gewinnen, was angesichts der demokratischen Mehrheit im kalifornischen Parlament auch von vorne herein erforderlich war. Als ehemaliger Schauspieler weiß er sich geschickt in der Öffentlichkeit zu präsentieren, sein ausgeprägter Sinn für Humor und seine Familiennähe zeichnen ein volksnahes, sympathisches Bild.
Bei der Volksabstimmung November 2005 über seine Reformpläne hat er jedoch eine schwere Niederlage erlitten. Die Wähler lehnten alle vier Vorhaben des Republikaners ab. Dabei ging es um längere Probezeiten für Lehrer, strengere Auflagen für Gewerkschaften, eine Neuregelung der Wahlbezirksgrenzen und Kürzungen im Haushaltsbudget.
Kritische Stimmen werfen ihm vor, dass er sein Versprechen, das kalifornische Haushaltsdefizit zu verringern, nach mittlerweile zwei Jahren im Amt noch nicht eingelöst hat. Die Bemühungen politischer Freunde um eine „Lex Schwarzenegger“, nach der auch eingebürgerte Ausländer als US-Amerikaner zum US-Präsidenten gewählt werden könnten, kommentierte der frischgebackene Politiker vorsichtig. Es sei unwahrscheinlich, dass eine solche Verfassungsänderung noch rechtzeitig für ihn zu Stande käme.
In die Medien gelangte Schwarzenegger im Januar 2006 auch nach einem Motorradunfall, bei dem er sich eine leichte Verletzung im Gesicht (im Bereich der Lippen) zuzog. Bei den folgenden Untersuchungen des Unfalls stellte sich heraus, dass Schwarzenegger über keinen gültigen Motorradführerschein verfügt (Schwarzenegger war lediglich in Besitz eines alten österreichischen A-Führerscheins, der aber in den USA keine Gültigkeit besitzt).
Im Januar 2006 wurde Schwarzenegger auch vom Parlament des mexikanischen Bundesstaates Baja California Sur zur unerwünschten Person erklärt. Die Einwanderungspolitik des selbst Zugewanderten wird von den mexikanischen Politikern als "rassistisch" bezeichnet.
Aufsehen erregte der Fall von Stanley „Tookie“ Williams, der 1981 wegen vierfachen Mordes zum Tode verurteilt wurde. Der Vollstreckung seiner Hinrichtung am 13. Dezember 2005 ging ein von Schwarzenegger abgelehntes Gnadengesuch voraus. Das Besondere an diesem Fall ist, dass Williams aus der Todeszelle heraus Kinderbücher gegen Kriminalität schrieb, die ihm fünf Nominierungen für den Friedensnobelpreis und vier für den Literaturnobelpreis einbrachten. Nominiert wurde er allerdings nur von seinen eigenen Anhängern.
Die Folge waren teilweise empörte Reaktionen aus aller Welt und besonders aus Schwarzeneggers Heimatstadt Graz. Wegen seiner Haltung zur Todesstrafe, die von der SPÖ, den Grünen und der KPÖ kritisch kommentiert wird, haben Grünen-Politiker in Österreich und die steirische KPÖ die Umbenennung des Arnold-Schwarzenegger-Stadions in Graz gefordert. Inzwischen hat Schwarzenegger seiner Geburtsstadt das Recht entzogen, das Grazer Fußballstadion weiterhin nach ihm zu benennen, und kam so einem eventuellen Beschluss des Grazer Gemeinderats zuvor. Mittlerweile wurde der Schriftzug am Stadion entfernt. Inzwischen heißt das Stadion "UPC-Arena". Weiter beabsichtigt Schwarzenegger auch, den ihm 1999 verliehenen Ehrenring der Stadt Graz zurückzugeben. Politiker der Parteien ÖVP, FPÖ und BZÖ sowie Vertreter aus der Tourismusbranche bedauern die Entwicklung, da dadurch ein Werbeträger abhanden gekommen sei. Kurz nach Bekanntgabe von Schwarzeneggers Entscheidung schrieb der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl einen Bittbrief an Schwarzenegger, seine Entscheidung zu überdenken und den Ehrenring zurückzunehmen, was dieser jedoch ablehnte.
Clarence Ray Allen, mit 76 Jahren der bis dato älteste Todeskandidat Kaliforniens, wurde am 17. Januar 2006 im San-Quentin-Gefängnis bei San Francisco durch die Giftspritze hingerichtet. Der blinde und fast taube Rollstuhlfahrer, der stets seine Unschuld beteuerte, war 1982 wegen Anstiftung zum dreifachen Mord zum Tode verurteilt worden. Sein Gnadengesuch wurde – wie alle bisherigen an Schwarzenegger gerichteten – abgelehnt.
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