Arnold Hugh Martin Jones (* 1904, † 1970) war ein englischer Althistoriker.
Jones war von 1926 bis 1951 unter anderem Fellow am All Souls College in Oxford und Professor für Alte Geschichte in London. Seit 1951 war er Professor für Alte Geschichte am Jesus College in Cambridge. Er beschäftigte sich mit der gesamten klassischen Antike, sei es die Attische Demokratie, die Person des Augustus, die Wirtschaftsgeschichte oder die Entwicklung der Städte in der Antike, wobei er eine erstaunliche Kenntnis der literarischen Quellen (weniger Beachtung schenkte er der Archäologie) an den Tag legte.
Vor allem machte er sich jedoch um die Erforschung der Spätantike verdient. Als sein Hauptwerk wird denn auch The Later Roman Empire, 284–602. A social, economic and administrative survey angesehen, welches fast ausschließlich aus den Quellen gearbeitet wurde, sehr detailliert gestaltet ist und bis heute als eines der wichtigsten Handbücher gilt. Es ist aufgrund der außerordentlichen Faktendichte allerdings nur schwer lesbar. Außerdem war er – bis zu seinem Tod – an der Konzeption der wichtigen Prosopography of the Later Roman Empire beteiligt. Der Einfluss von Jones auf die anglo-amerikanische Forschung im Bereich der Spätantike kann kaum überschätzt werden.
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