Eugène Arnold Dolmetsch (* 24. Februar 1858 in Le Mans; † 28. Februar 1940 in Haslemere, Surrey) war ein französischstämmiger, hauptsächlich in England wirkender Musiker und Instrumentenbauer. Er gilt als einer der frühesten Pioniere für Historische Aufführungspraxis.
Während der Londoner Studienzeit bewunderte er die Sammlung historischer Musikinstrumente im British Museum und begann mit dem Nachbau von Cembalos und Clavichorden. Später weitete er die Tätigkeit des historischen Instrumentenbaus auf die meisten in Vergessenheit geratenen Musikinstrumente des 15. bis 18. Jahrhunderts aus. Seine beruflichen Wirkungsstätten waren Boston und Paris, bevor er seine Werkstatt 1917 in Haslemere eröffnete. Ab 1890 gab er häufig Konzerte auf seinen Instrumenten. 1921 stellte er einen wichtigen Nachbau der Blockflöte vor.
Im Jahre 1925 gründete er an seinem Wohnort ein jährlich stattfindendes Festival zur Wiederbelebung der alten Kammermusik. Ausführende waren zum Teil Freunde und die Mitglieder seiner Familie. Auf diesem Wege weckte er ein breites Interesse an der Solo- und Ensemblemusik auf Lauten, Blockflöten, Gamben und Cembali.
Der Dolmetschkreis setzte auch nach seinem Tod, dessen Werk fort. Hier trat besonders Kenneth Skeaping auf der Barockvioline hervor.
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