Armin Wolf (* 19. August 1966 in Innsbruck) ist ein bekannter österreichischer Fernsehmoderator.
Der Sohn eines Hausmeisters, Betriebsrats und Christgewerkschafters und einer in der ÖVP-Frauenbewegung engagierten Lebensmittelverkäuferin absolvierte in Innsbruck eine kaufmännische Ausbildung in einer Handelsakademie. Weil er zu jung war, um für die dortige Schülerzeitung schreiben zu dürfen, gründete er sein eigenes Blatt, die "Brennessel". Die alte Schülerzeitung wurde bald eingestellt. Er war im Vorstand der Schülerunion und Mitglied der JVP, aus der er mit 18 Jahren allerdings austrat.
Nach der Matura begann Wolf das Studium der Politikwissenschaft (mit einer Kombination aus Soziologie, Pädagogik, Zeitgeschichte und Medienkunde als Nebenfach). Das vorerst abgebrochene Studium schloss er dann Ende 1999 neben der Berufstätigkeit mit einer Diplomarbeit über „Die Inszenierung der Politik in der Mediengesellschaft“ an der Universität Wien ab. Im Herbst 2005 promovierte er an der Universität Innsbruck mit einer Dissertation zum Thema „Promi-Politik. Prominente Quereinsteiger in der österreichischen Politik“.
1988 übersiedelte er nach Wien zum Radiosender Ö1, wo er 10 Jahre lang als außenpolitischer Journalist tätig war (unter anderem als USA-Korrespondent in Washington D. C.). 1995 wechselt er zum Fernsehen als „Zeit im Bild 2“-Redakteur und war ab 1998 Redaktionsleiter der „ZiB 3“, die er mitgründete. Von 2002 bis 2005 moderiert er die Diskussionssendung „Offen gesagt“, seit 2002 die „ZiB 2“. Im Sommer 2005 führte er auch die traditionellen „Sommergespräche“ mit den Spitzenrepräsentanten der politischen Parteien, seither tritt er auch in der „ORF-Pressestunde“ auf.
Mit der Moderation der „ZiB 2“ tritt Wolf das Erbe von Anchorman-Legenden wie u.a. Horst Friedrich Mayer und Robert Hochner an. Die Sendung wird alternierend auch von Ingrid Thurnher moderiert. Außerdem moderiert und leitet er Podiumsdiskussionen sowie Seminare und ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an den Universitäten Innsbruck und Wien.
Seine mehrjährige Ehe mit der ORF-Moderatorin Birgit Fenderl wurde im Jahr 2004 geschieden.
Am 17. Mai 2006 erhielt Wolf den Robert-Hochner-Preis für seine Moderdation der „Sommergespräche“ im Jahr 2005. In seiner Rede im Anschluss an die Preisverleihung übte er Kritik an der ORF-Führung und dessen Beeinflussung durch die ÖVP-RegierungRede im Wortlaut: Das ORF-Monopol der Parteisekretariate, Der Standard, 18. Mai 2006. So sprach Armin Wolf anläßlich der Verleihung wortwörtlich davon, dass in der großen Koalition beim Einfluss auf den ORF das Gleichgewicht des Schreckens herrschte, allerdings in der Regierung Schüssel nur mehr der Schrecken übriggeblieben sei.
Während die ÖVP-nahe ORF-Generaldirektorin Monika Lindner die Kritik entschieden zurückwies und Wolf „Selbstinszenierung“ vorwarf, kamen von anderen ORF-Redakteuren auch unterstützende Stimmen zum Inhalt seiner Rede. In der österreichischen Presselandschaft sorgte die Rede für große Aufregung, viele Zeitungen berichteten davon auf ihrer Titelseite, der ORF jedoch berichtete kaum über Wolfs Auszeichnung und erwähnte die kritische Rede nicht.
Wolf wurde des öfteren von Mitglieder der aus ÖVP und FPÖ (bzw. BZÖ) bestehenden Regierung kritisiert. Peter Westenthaler, zählte Wolf zu den "altlinken Zellen", die es gelte, aus dem ORF zu beseitigen.
Ihm wird auch ein gespanntes Verhältnis zu Werner Mück, dem Chefredakteur des ORF, nachgesagt. Mück gilt als ÖVP-nahe.
Österreichischer Journalist | Fernsehmoderator | Mann | Geboren 1966
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