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Ariovist († um 54 v. Chr.) war ein germanischer Fürst vom Stamme der Sueben, der um das Jahr 73 v. Chr. den Rhein überschritt, um zunächst als Söldnerführer eines gemischten germanischen Heerhaufens die gallischen Stämme der Sequaner und Arverner gegen die ebenfalls gallischen Haeduer zu unterstützen, die er dann 73 v. Chr. in einer Schlacht bei Admagetobriga (Mülhausen im Elsaß) besiegte.

Mit zunehmender militärischer Macht beschloss er, ganz Gallien zu erobern, wurde aber von Gaius Iulius Caesar in einer Schlacht in der Nähe des Rheins, vermutlich im Gebiet des heutigen Elsass, in Mülhausen, im Jahre 58 v. Chr. geschlagen und floh zurück nach Germanien. Beschrieben werden diese Ereignisse in Caesars De Bello Gallico. Obwohl Ariovist häufig als Suebenhäuptling beschrieben wird, beschreibt ihn Cäsar immer nur als germanischen König.

Archäologie


Die Kriegszüge der Sueben um Ariovist gehören mit den Markomannen zu den Anfängen einer archäologisch erkennbaren Wanderbewegung rhein- und elbaufwärts, die ihr vorläufiges Ende im Markomannenreich in Böhmen fanden. Reiche Gräber dieser germanischen Kriegerkaste werden seit den 1930er Jahren auch im Thüringer Raum gemacht.

Literatur


Gaius Iulius Caesar: De Bello Gallico.

Militärperson (Germanien) | Germanen | Mann | Gestorben 54 v. Chr.

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