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Ariane ist der Name für eine Serie europäischer Trägerraketen, die im Auftrag der ESA entwickelt wurden. Gestartet werden die Ariane-Raketen vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana, 5° nördlich des Äquators.
Der Name Ariane kommt von der französischen Bezeichnung für Ariadne aus der griechischen Mythologie.

Im März 1980 wurde die Firma Arianespace gegründet, die seitdem die Finanzierung, Produktion, Verkauf und Start der Ariane-Raketen übernimmt. Eigentümer dieser Firma sind verschiedene europäische Raumfahrtunternehmen. Frankreich war führend an der Entwicklung der unteren Raketenstufe(n) beteiligt, Deutschland an den oberen.

Geschichte


Nachdem die europäischen Staaten in den 60er Jahren die Wichtigkeit erkannten, selbst Satelliten in den Orbit befördern zu können, beschlossen die Länder Belgien, Frankreich, Italien, Deutschland, Großbritannien, Niederlande und Australien 1964 in London die ELDO (European Launcher Development Organisation) zu gründen.

Ariane 5.png

Modell einer Ariane 5

Entscheidend daran beteiligt war Hubert Curien, der von 1976 bis 1984 Präsident des Nationalen Zentrums für Weltraumforschung war. Er trug Verantwortung für die französische Weltraumpolitik und besonders die Entwicklung der Rakete. Später wurde er Vater der Ariane genannt.

Australien war an diesem Programm beteiligt, da man das in Woomera, Australien, gelegene Raumfahrtgelände benötigte. Die von der ELDO entwickelten Raketen erhielten den Namen Europa. Die Modelle Europa 1 und Europa 2 wurde nie kommerziell eingesetzt, aus der Europa 3 ging dann die Ariane 1 hervor.

Ariane-Modelle


  • Ariane 3 - 49 m, Nutzlast 2,65 t, vergrößerte Modifikation der Ariane 1 mit zwei zusätzlichen Feststoffboostern, Erststart 4. August 1984, letzter Start 11. Juni 1989. 11 Starts, davon 10 erfolgreich.

  • Ariane 4 - 58 m, stark vergrößerte Modifikation der Ariane 3 mit einem flexiblen Konzept unterschiedlich leistungsfähiger Feststoff- und/oder Flüssigtreibstoffbooster zur Anpassung an eine große Breite unterschiedlich schwerer Nutzlasten, Nutzlast je nach Version 2,07 t - 4,9 t, Erststart 16. Juni 1988, letzter Start 15. Februar 2003. 116 Starts, davon 113 erfolgreich (97 %).

  • Ariane 5 - 55 m, Nutzlast je nach Version 6 t-10 t. Neuentwicklung, Erststart 4. Juni 1996. 26 Starts, davon 22 erfolgreich und 2 Teilerfolge.

  • Anmerkung: Nutzlast für den GTO.

Modellbau


Flugfähige Modelle der Ariane 4 und 5 sind als Bausatz von NORIS erhältlich. 1987 baute Lambert Shelter ein 5,40 Meter langes flugfähiges Modell der Ariane, welches heute im Hermann-Oberth-Museum * in Feucht steht. Ein 4,5 Meter langes und 85 Kilogramm schweres flugfähiges Modell der Ariane 4, welches von einer Arbeitsgruppe der Advanced Rocketry Group Of Switzerland (ARGOS) gebaut wurde, wurde 2002 in Amarillo, Texas und am 19. September 2004 um 12.15 Uhr im Val de Ruz bei Neuchâtel erfolgreich gestartet.

Gemeinschaft der Ariane-Städte


Die Communauté des Villes Ariane (CVA, „Gemeinschaft der Ariane-Städte“) verbindet die EU-Standorte, die an der Ariane-Produktion beteiligt sind.

Literatur


  • F.-Herbert Wenz: Die legendäre EUROPA-Trägerrakete. Geschichte und Technik der in Deutschland gebauten 3. Stufe. Stedinger Verlag, Lemwerder 2003, ISBN 3-927967-27-3
  • Hans-Martin Fischer: Europas Trägerrakete ARIANE. Geschichte und Technik zum letzten Start der ARIANE 4. Stedinger Verlag, Lemwerder 2004, ISBN 3-927697-32-X

Weblinks


Raketentyp

Ariane | Ariane (rocket) | Ariane | Fusée Ariane | Ariane | Ariane | Programma Ariane | アリアン | Ariane | Ariane | Ариан (ракета-носитель) | Ariane | 阿丽亚娜火箭

 

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