Die Archäoastronomie beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Basis mit archäologischen Ausgrabungen und Baudenkmälern und deren astronomischer (Be-)Deutung. Einige Wissenschaftler nennen das Fachgebiet auch Astroarchäologie bzw. Paläoastronomie.
Als einer der Mitbegründer dieser Fachrichtung kann der amerikanische Astronom Gerald Hawkins gelten, der 1963 in seinem Buch Stonehenge decoded darauf hinwies, dass in den Lage- und Abstandsverhältnissen zwischen den Steinen von Stonehenge Sonnen- und Mondvermessungen verschlüsselt seien. Man könne diese zur Voraussage von Sonnenauf- und -untergängen, der Bewegung des Mondes sowie Sonnen- und Mondfinsternissen verwenden. Seine Arbeiten wurden allerdings damals in der wissenschaftlichen Welt nicht ernst genommen. Auch von anderen Kreisgrabenanlagen ist eine astronomische Bedeutung anzunehmen.
Heute beschäftigen sich etliche Wissenschaftler mit dem astronomischen Wissen unserer Vorfahren. Weitere Beispiele: Astronomisches Wissen der steinzeitlichen Pueblo-Indianer, der Mayas; die Himmelsscheibe von Nebra, Kreisgrabenanlagen in Goseck und Kyhna.
Bei der Interpretation der Funde arbeitet die Archäoastronomie eng mit der Astronomischen Chronologie zusammen und greift auf deren Methodik zurück.
Geschichte der Astronomie | Archäologisches Fachgebiet
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