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Arbeitsschule nannten die zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf der Reichsschulkonferenz und in vielen anderen reformpädagogischen Zusammenkünften in Deutschland diskutierenden Erneuerer die Schule, die sich von der Buch- und Paukschule abgrenzen sollte.

Die Vertreter der Arbeitsschule zählen zum Kern der Reformpädagogik. Dabei wurde mit dem Begriff Arbeitsschule ein sehr heterogenes Verständnis verbunden.

So hat Hugo Gaudig nur die Freie geistige Schularbeit gefordert, während Paul Östreich als Sprecher des Bundes entschiedener Schulreformer die Position der Schule als Produktionsschule vertrat.

Georg Kerschensteiner wiederum plädierte für das praktisch werkende Tun und schätzte es als erzieherisch wertvoll für die Heranbildung des zukünftigen Staatsbürgers ein.

Auch Adolf Reichwein kann mit seinem Konzept des Vorhaben-Unterrichts als ein Vertreter der Arbeitsschule bezeichnet werden. In umfassenden Definitionen werden alle - auch internationale - Ansätze handelnden Unterrichts wie der von Maria Montessori und John Dewey dazu gezählt. Allerdings bleibt begrifflich Arbeitsschule im engeren Sinne auf den deutschen Diskurs beim Übergang zur Weimarer Republik begrenzt. Heute ist dieser Begriff vollkommen durch die Kategorien Handlungsorientierung bzw. Handelnder Unterricht ersetzt worden.

Reformpädagogik

 

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