Die Arbeitspsychologie ist das Teilgebiet der Psychologie, welches sich mit der psychologischen Analyse, Bewertung und Gestaltung von Arbeitstätigkeiten befasst. Die Ingenieurpsychologie als Teilgebiet der Arbeitspsychologie untersucht hierbei insbesondere die Beziehung Mensch-Technik. Die Arbeitspsychologie ist von der Organisationspsychologie zu unterscheiden, welche primär die organisatorischen Aspekte betrieblich institutionalisierter Arbeitsprozesse untersucht. Auch die Ergonomie beschäftigt sich mit der Gestaltung menschlicher Arbeit, ist jedoch mehr mit der Optimierung der klassischen Mensch-Maschine-Schnittstellen befasst. Die ebenfalls von der Arbeitspsychologie zu unterscheidende Betriebspsychologie untersucht hingegen die Beziehungen der arbeitenden Menschen untereinander und stellt in diesem Sinne primär eine pragmatisch orientierte und betriebswirtschaftlich akzentuierte Sozialpsychologie des Betriebes dar. Neu und beachtenswert ist der arbeitspsychologisch basierte, systematisch-integrative Ansatz betriebliche Gesundheitsförderung, der den Anspruch stellt, Arbeit-Organisation-Technik sowie Individualverhalten systematisch und partizipationsorientiert zu optimieren um derart persönliche und betriebliche Ressourcen bzgl. Arbeit und Gesundheit aufzubauen. In diesem Sinne stellt diese Herangehenweise den Versuch dar, das psychologische Arbeitsgestaltungskriterium "Gesundheitsförderlichkeit" in verfahrensmäßig abgesicherter Weise betriebspraktisch zu verwirklichen.
Seither hat eine derart verstandene Handlungsregulationstheorie u.a. auch im Bereich der psychologischen Analyse,Bewertung und Gestaltung interaktiver Mensch-Maschine-Systeme im Konzept der Ingenieurpsychologie bzw. Softwareergonomie enorm an Bedeutung gewonnen. Derart wurde es möglich, den im Zeitalter der flexiblen Automation und rechnergestützten Kommunikation sich herausbildenden neuen Arbeitstyp adäquat zu beschreiben und entsprechende verfahrensmäßige Gestaltungsmöglichkeiten anzubieten.
Weiters beansprucht die Arbeitspsychologie die individuellen Arbeitsaufgaben der Arbeitstätigen, die Arbeitsorganisation und die konkreten Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine -Ingenieurpsychologie- zu analysieren und beanspruchungsoptimal sowie auch gesundheitsförderlich zu gestalten.
Insofern ist die arbeitspsychologische Tätigkeit neuerdings relevant mit dem interdisziplinären Ansatz "Betriebliche Gesundheitsförderung" verknüpft. Begriffliche Modifikationen in den Zentralkriterien arbeitspsychologischen Handelns (vgl. Hacker,W.) belegen dies eindeutig.
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