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Menschen, die sich in Organisationen bzw. Unternehmen mit der Lösung bestimmter Aufgaben befassen, bilden gemäß der vorgegebenen Führungsstruktur und Arbeitsorganisation aufgabenbezogene Arbeitssysteme. Die sich darin abspielenden Vorgänge, die zur Erreichung vorgegebener Aufgaben und Ziele dienen, werden organisationsinterne Arbeitsprozesse genannt (siehe Schulte-Zurhausen, 2.Teil - Prozessorganisation).

Merkmale von Arbeitsprozessen


  • Transformation von Eingangswerten in definierte Ausgangswerte erfolgt mittels miteinander verknüpften Aktivitäten
  • definierte, festgelegte Aufgabe(n)
  • ergebnisorientiert
  • durch ein Ereignis ausgelöst
  • durch Aktionsträger (Menschen oder Sachmittel) vollzogen
  • mindestens eine Quelle (z.B. Lieferant), aus welcher der Eingangswert bzw. Auslöser (Input) stammt
  • mindestens eine Senke (z.B. Kunde), an die das Ergebnis weitergeleitet wird
  • Aktivitäten werden nach vorgegebenen Methoden bzw. definierten Regeln vollzogen
  • die Zwischen- oder Endergebnisse unterliegen internen oder externen Kontrollen
  • für die Durchführung der Aktivitäten benötigt man Spezialwissen der Aktionsträger
  • benötigen gewisse Durchlaufzeiten

Arten von Prozessen


  1. Materielle Prozesse
    sind körperliche Vorgänge an physischen Objekten.
  2. Informationelle Prozesse
    umfassen den Austausch bzw. die Verarbeitung von Informationen (z.B. durch Formular, EDV (vergl. ERP- Systeme) oder direkte, verbale Kommunikation).
  3. Dienstleistungsprozesse
    können sowohl materieller als auch informeller Art sein.
  4. Managementprozesse
    beinhalten die Planung und Kontrolle von Zielen und Maßnahmen, die Mitarbeiterführung und Gestaltung der Organisationsstrukturen.
  5. Operative Prozesse
    verkörpern die eigentliche Leistungserstellung. Ihr Ergebnis kann materieller Art als auch informeller Art sein.
  6. Primärprozesse
    siehe Kernprozesse
  7. Sekundärprozesse
    siehe Supportprozesse
  8. Innovationsprozesse
    umfassen die Entwicklung und Einführung von qualitativ neuwertigen Produkten, neuartigen Verfahren oder neuen Strukturen.

Prozesskette


Die Aktivitäten und Prozesse eines Unternehmens sind aus funktionalen Gründen ablaufmäßig miteinander verbunden. Diese Verbindung wird als Prozesskette bezeichnet. Ein nach Prozessen organisiertes Unternehmen geht dabei von so genannten Geschäftsprozessen aus.

Siehe auch: Arbeitswissenschaft, Ergonomie, Betriebsprozess

Literatur


  • Schulte-Zurhausen, Manfred: Organisation; 3. Auflage, Verlag Vahlen, 2002, 590 S. ISBN 3-8006-2825-2

Betriebswirtschaftslehre

 

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