Arbeitsleistung bezeichnet in der Ökonomie das Ergebnis einer zielgerichteten Anstrengung pro Zeiteinheit bei bestimmter Arbeitsqualität.
Die Arbeitsproduktivität
Die Arbeitsleistung kann als Arbeitsproduktivität gemessen werden, soweit Output und Input messbar sind. Beachten sollte man hierbei, dass die
Produktivität eine rein mengenmäßige Größe ist. Produktivitäten lassen sich am Besten
innerhalb einer Branche bzw. bei gleicher Tätigkeit vergleichen (
Homogenität (Gleichheit) der Arbeitsbedingungen)
Beispiel: Schusterfirma A und B vergleichen ihre Produktivität:
- Schuster A stellt 50 Paar Schuhe in 5 Stunden her.
- Schuster B stellt 15 Paar Schuhe in 1 Stunde her.
Hierbei sind die hergestellten Schuhe der
Output (Arbeitsergebnis) und die eingesetzten Arbeitsstunden der
Input (Arbeitseinsatz).
Berechnung der Arbeitsproduktivität durch:
- Arbeitsproduktivität Schuster A: 50 Paar Schuhe/5 Arbeitsstunden = 10
- Arbeitsproduktivität Schuster B: 15 Paar Schuhe/1 Arbeitsstunde = 15
- Allgemein: gemessener Output/gemessener Input
Ergebnis: Der Produktivitätsfaktor ist also bei Schuster A mit 10, und bei B mit 15 anzusehen.
Das einfache Beispiel macht deutlich, das bei sehr hohen Zahlen nicht immer auf den ersten Blick zu sehen ist, welcher Betrieb produktiver arbeitet.
Die Wirtschaftlichkeit
Ein Vergleich zwischen unterschiedlichen Branchen ist hingegen mit der
Wirtschaftlichkeits-Berechnung möglich:
- Umsatz/Arbeitskosten, bzw. Ausbringung in Werteinheiten/Einsatz in Werten
Beispiel: Ein Schuster und ein Autor vergleichen ihre Wirtschaftlichkeit:
- Ein Schuster verkauft 20 Paar Schuhe zu 50€ in einer Stunde. Er hat für die Herstellung der Schuhe 60 Stunden gebraucht, für die je 20€ Kosten anfallen.
- Ein Autor verkauft seine Kolumne mit 420 Seiten für 5€ pro Seite an einen Verlag. Er hat für die Erstellung seiner Kolumne 80 Stunden gebraucht, die ihn je 40€ gekostet haben.
Berechnung der Wirtschaftlichkeit durch:
- Wirtschaftlichkeit Schuster: 20*50/60*20 entspricht dem Faktor 0,83
- Wirtschaftlichkeit Autor: 420*5/80*40 entspricht dem Faktor 0,66
Ergebnis: Der Schuster hat wirtschaftlicher gearbeitet als der Autor.
Ein wirtschaftlich arbeitender Betrieb wird folglich einen Faktor größer als 1,0 aufweisen.
Literatur
- Wolfgang Brandes, Peter Weise: Arbeitsleistung von Arbeitsgruppen als Prozess der Selbstorganisation. In: Ökonomie und Gesellschaft. Jahrbuch 12: Soziale Kooperation. Frankfurt/New York: Campus, 1995, S. 263-302; hier: S. 267.
Weblinks
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