Die Aral-Kaspi-Senke ist eine weitläufige Depression in Aserbaidschan, Kasachstan, Iran, Russland, Turkmenistan und Usbekistan (Asien).
Die so genannte Senke besteht aus der großen Kaspischen Senke, in dem sich zum Beispiel das Kaspische Meer und die an den See grenzenden Sumpfgebiete befinden, und aus der Depression um den Aralsee. Zwischen diesen großen Seen befindet sich auf der Grenze von Turkmenistan und Uskekistan der Sarygamysh Koli, ein weiterer See, das Ustjurt-Plateau (bis 291 m ü. NN) und das Mangyshlak-Plateau (bis 555 m) sowie der Große Balkan (bis 1.880 m).
Aufgrund der zuvor genannten plateauartigen Landrücken, die sich zwischen den beiden Seen befinden, liegt das Gebiet der Aral-Kaspi-Senke nicht gänzlich unter Normalnull und daher ist der Ausdruck Senke im Sinn einer Depression, also ein unter dem Meeresspiegel liegendes Gebiet, nur als geschichtlicher bzw. umgangssprachlicher Ausdruck für den gesamten niedrig liegenden Großraum zu verstehen.
Allerdings befinden sich in den Tälern zwischen den zuvor genannten Plateaus einige Landesstellen, die nach wie vor teils deutlich unter dem Meeresspiel liegen: Westlich des Ustyurt-Plateaus liegt eine 70 m tiefe Stelle, südwestlich bzw. südlich des Aralsees fällt das Gelände an zwei verschiedenen Stellen auf 45 m bzw. 80 m unter den Meeresspiegel ab. Die tiefste Stelle befindet sich in der bereits genannten Kaspischen Senke. Sie liegt auf der in das Kaspische Meer hinein ragenden Mangghystau-Halbinsel südöstlich von Aktau, wo sich das Gelände in der Karagije-Senke 132 m unter der 0-Meter-Höhenlinie (Normalnull) befindet.
Zum und kurz nach dem Ende der Eiszeiten - als die riesigen Eismassen der Gletscher abtauten - bildete die Aral-Kaspi-Senke mit dem Kaspischen Meer, dem Aralsee und weiteren kleinen Seen ein großes Meer, das auf der Null-Meter-Höhenlinie über die Manytschniederung, das Asowsche- und Schwarze Meer sowie über das Mittelmeer direkt mit dem Weltmeer verbunden war.
Aus diesem Meer ragten einige Inseln und Eilande heraus - zum Beispiel am Ustyurt- und Mangyshlak-Plateau sowie am Großen Balkan.
Erst als der aus den verschwindenden Eismassen der Gletscher resultierende Wasserzustrom zurückging und die Manytschniederung mit Sedimenten aufgefüllt wurde, verlor die Aral-Kaspi-Senke die Anbindung an das Weltmeer. In der Folgezeit sank der Wasserspiegel wegen der zunehmenden Erwärmung bzw. Verdunstung weiter ab, so dass das Kaspische Meer und der Aralsee als einzelne Seen zurück blieben. Auch die meisten Täler zwischen den ehemaligen, zuvor erwähnten Inseln und Eilanden wurden mit Sedimenten aufgefüllt.
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"Aral-Kaspi-Senke".
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