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Apple Logo (an einem G5 aufgenommen).JPG]] Power Macintosh oder auch Power Mac ist der Produktname für die Macintosh-Modelle der Firma Apple mit PowerPC-Prozessor. Die vorher nur umgangssprachlich benutzte Bezeichnung „Power Mac“ wird von Apple seit den G4-Modellen offiziell verwendet.

Die erste Power Macintosh-Reihe wurde im März 1994 eingeführt und stellte für die Anwender einen nahtlosen Übergang auf eine völlig neue Art von Prozessor dar: Die konventionellen Prozessoren der Motorola-68k-Baureihe wurden abgelöst durch den RISC-Prozessor PowerPC 601.

Der Übergang vom 68k- zum PowerPC-Prozessor gilt als technische Meisterleistung. Außer einer höheren Geschwindigkeit änderte sich für den Anwender so gut wie gar nichts: Das Betriebssystem war System 7.1.2 statt 7.1 und sah im wesentlichen genauso aus wie vorher, nur im Systemordner lag ein spezieller System Enabler. Auch die Gehäuse der neuen Rechner waren im wesentlichen die gleichen wie bei der Quadra-Baureihe, die sie ablösten: Sie unterschieden sich äußerlich fast nur durch einen anderen Diskettenlaufwerkseingriff und den zusätzlichen Schriftzug PowerPC. Der Startgong der Power Macintosh der ersten Generation wurde von dem Jazz-Gitarristen Stanley Jordan gestaltet und klingt ungefähr wie eine angeschlagene Gitarrenseite. Bei späteren Macintosh-Modellen mit PowerPC-Prozessor wurde hingegen wieder der mit den Macintosh Quadra AV eingeführte Startgong verwendet.

Das konventionelle Betriebssystem lief auf einem Mikrokernel (tatsächlich erst ab 8.6, vorher war es monolithisch). Fast alle für den alten Prozessor geschriebenen Programme liefen weiterhin in einer Emulation, von der der Anwender nichts merkte. Programme konnten sowohl den 68k- als auch den PowerPC-Code enthalten; der Code Fragment Manager (CFM) sorgte für die Modusumschaltung zur Laufzeit. Ein ähnlicher Übergang wird mit dem 2005 verkündeten Wechsel von PowerPC auf x86 ab Mitte 2006 erwartet – zukünftig werden dann mit der Entwicklungsumgebung xCode die Programme als so genannte Fat Binaries erzeugt, die sowohl Binärcode für den PowerPC als auch Binärcode für die x86-Prozessoren enthalten und so auf beiden Prozessoren nativ ablaufen können. Das Betriebssystem lädt den jeweils nötigen Code für den Prozessor. Die älteren Programme für die Mac OS9 Version und frühere werden am x86-Prozessor durch den Rosetta-Emulator emuliert werden müssen.

Die frühen Power Macintosh basierten auf der Reihe PowerPC 60x, ihnen folgen die G3-, G4- und G5-Prozessoren.

Von Firmen wie Metabox (joeCard), Phase5 (Power Booster, Maccelerate) und anderen (Sonnet, ...) gab es Mitte/Ende der 90er Jahre zahlreiche Upgrade-Karten für unterschiedliche Macs, die diese mit schnelleren G3-CPUs versahen. Einige der entsprechenden Firmen waren eine Zeit lang auch im Markt für Apple-Clones aktiv, bis sich die Mutterfirma wieder vom offenen CHRP-Plattformansatz distanziert hat.

Power Macintosh mit NuBus-Steckplätzen


Es gab drei Produktlinien: 6100, 7100 und 8100. Der Power Macintosh 6100 besaß das flache Gehäuse des Macintosh Quadra 610; er war zunächst mit 60, dann mit 66 MHz getaktet und besaßt einen PDS. Der Power Macintosh 7100 besaß das massive Metallgehäuse des Macintosh Quadra 650 und eine Weiterentwicklung der Wombat-Platine mit drei NuBus-Steckplätzen und einem PDS, der standardmäßig mit einer Grafikkarte oder einer Videodigitalisierkarte (Modell 7100/80 AV) bestückt war, die als Graphikkarte benutzt werden konnte. Der Power Macintosh 7100 war zunächst mit 66, dann mit 80 MHz getaktet. Ähnlich ausgestattet war der Power Macintosh 8100, besaß aber das Gehäuse des Macintosh Quadra 800 und war zunächst mit 80, dann mit 100 MHz und 110 MHz getaktet.

Power Macintosh mit PCI-Steckplätzen („Old World“)


Power Macintosh 7200 (Catalyst)/8200

Für rund 2.400–2.700 Mark gab es ab 1995 den kleinsten PCI-Rechner von Apple. Er war als direkter Nachfolger des Power Macintosh 7100 konzipiert, lief jedoch mit seiner technischen Ausstattung und dem günstigen Preis auch den damals aktuellen PowerPC-Performas 5200 und 6200 in den eigenen Reihen den Rang ab. Der Power Macintosh 7200 war als günstige Alternative zu der zeitgleich eingeführten Modellreihe Power Macintosh 7500 (im gleichen Gehäuse) gedacht. Über diesen beiden Rechnern lag damals der ebenfalls gleichzeitig erschienene Power Macintosh 8500 und das etwas ältere Spitzenmodell Power Macintosh 9500. Dieser teuere 9500 hatte als erster Mac den Umstieg der Firma Apple von NuBus auf PCI eingeläutet, mit dem 7200, 7500 und 8500 wollte man jetzt die für MACs neue Technik günstiger einem breiteren Markt zugänglich machen. Apple musste reagieren, hatte man den PCI-Zug, der damals bei PCs längst zur Regelausstattung gehörte, eigentlich schon verpasst. Als zweite Mac-Generation mit auf der Hauptplatine verlöteter 601 CPU, hatte er Taktfrequenzen von 75–120 MHz, 3 PCI Steckplätzen und 4 RAM-Steckplätzen (wobei darauf zu achten ist, dass kein DIMM-168 aus dem PC-Bereich verwendet wird, denn dieser arbeitet mit 3,3 Volt – diese Macs jedoch mit 5 Volt), 1 MB VRAM und drei freie Steckplätzen zu dessen Erweiterung, der 7200 im Desktop- oder, in Deutschland auch im Minitowergehäuse, der 8200 nur im Miniturm. Die Hauptspeicher-Slots waren 1995 mit zwei Modulen von je acht MByte ausgestattet, so blieben also noch zwei für weitere DIMMs frei. Obwohl theoretisch die Möglichkeit bestand, bei einer 21-Zoll-Auflösung 16,7 Mio. Farben darzustellen, schaffte der 7200 die größte Auflösung nur mit 16 Bit Farbe. Dies war auf einen Fehler in der Videologik zurückzuführen. Ohne zusätzlich geordertes VRAM konnte die Videologik zumindest 16-Zoll-Monitore mit 32768 Farben ansteuern. Die Bildwiederholungsrate lag immer bei 75 Hz, was damals vollkommen auf der Höhe der Zeit war. Gelobt wurde seinerzeit das schnell und problemlos zu öffnende Gehäuse des 7200. Zum Einbau von Steckkarten und zur Aufrüstung des Video- oder Hauptspeichers genügen nun wenige Handgriffe. Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem Power Mac 7100, hatte man noch einen weiteren Platz für ein 3,5-Zoll-Speichermedium in voller Bauhöhe geschaffen.

Power Macintosh 7300 (Montana)

Ersetzte den Power Macintosh 7200 und 7600 und war ab Februar 1997 ca. 10 Monate lang auf dem Markt.

Power Macintosh 7500 (TNT)/7600/8500 (Nitro)/8600

Die PPCs mit AV-Einheit, 3 mal PCI, 8 mal RAM. Durch Cinch-Buchsen war die Ein-/Ausgabe von Stereoton möglich und die PowerMacs ließen sich an eine Stereoanlage anschließen. Alle Apple-Computer ohne AV-Karte wurden über die Mini-Klinkenstecker mit Aufnahme- und Wiedergabegeräten verbunden. Die Aufnahme eigener Systemklänge oder Musik war bei Apple bereits in den 1980er Jahren möglich, nun kam die Wiedergabe und Aufnahme von Video-Signalen (ab Modell 7100/80AV) hinzu. Mit QuickTime oder Zusatzprogrammen, wie z. B. VideoShop, konnte man während der Arbeit am Rechner fernsehen oder Videos abspielen.

Powermac9500.jpg

Power Macintosh 9500 (Tsunami)/9600 (Kansas)

Die Highend-Macs mit 6 PCI-Steckplätzen, davon einer belegt mit Grafikkarte, und 12 Ramslots (9600er) bzw. 24 Ramslots (9500er). Der verbaute Prozessor war der 604, später der 604e. Die schnellsten Geräte der Baureihe erreichten 350 Mhz.

Power Macintosh 4400 und Tanzania-Clones

Einstiegsmodelle mit 603er CPU, nur drei (allerdings sehr schnellen) RAM-Steckplätzen, mit PCI-Riser-Karte, je nach Modell 3 PCI-Steckplätzen oder 2 PCI-Steckplätzen und einem ComSlot II für Modem- oder Netzwerkkarten.

Power Macintosh G3 beige (Codenamen Gossamer und Artemis)

Macintosh G3 DT.jpg | Beige Power Macintosh G3 Minitower.jpg Der G3 kam in zwei Generationen auf den Markt. Dieser Absatz beschreibt die ersten Modelle, diese hatten ein graues (Apple-Jargon: „platinum“) Gehäuse.

Der Ende 1997 eingeführte Power Macintosh G3 läutete einen Paradigmenwechsel bei Apple ein. Der G3 war in der Grundüberlegung des Rechneraufbaus eigentlich näher an Apples damaliger Privatanwenderlinie („Performa“), erkennbar erstens an der weitaus geringeren internen Erweiterbarkeit (verglichen mit den Gehäusen der Profi-Macs) und zweitens an der internen Festplattenanbindung (erstmals über IDE statt SCSI). Allerdings stellte sich heraus, dass die schiere Rechenleistung des G3, bedingt durch den schnelleren Prozessor und den um 16 MHz schnelleren Systembus, dem bis dahin schnellsten Rechner, dem teuren Platzhirsch PowerMac 9600, deutlich überlegen war. Der eher als Heimanwendergerät ausgelegte Rechner war damit leistungsfähiger, als von Apple ursprünglich vorgesehen.

Es gibt drei Varianten: Desktop, Mini-Tower (beide mit dem Codenamen Gossamer) sowie den All-In-One (Codenamen Artemis). Der Desktop (liegend) ist am häufigsten anzutreffen, der Mini-Tower (fällt durch seine zweigeteilte Form auf) ist, bedingt durch den damals beträchtlichen Preisaufschlag, deutlich seltener.

Die Rechner haben einen Grafikchip von ATI auf der Hauptplatine sowie SCSI und Netzwerk (10 MBit Ethernet), zwei serielle Schnittstellen und ADB-Anschlüsse auf der Hauptplatine. Den „beigen Desktop“ gab es mit G3-Prozessoren von 233 MHz aufwärts; im Tower wurden sogar 366 MHz-Prozessoren verbaut. Es sind drei PCI-Steckplätze vorhanden. Die Nachrüstung einer Grafikkarte, USB, Firewire oder 10/100 Ethernet ist unproblematisch. Der Arbeitsspeicher kann bis auf 768 MB mit handelsüblichem SD-Ram (von 66 bis 133 Mhz) aufgerüstet werden.

Tempomäßig sind die IDE-Schnittstellen der Flaschenhals (Multiword-DMA mit 16 Megabytes/s), obwohl auch große Festplatten (bis 128 GiByte, entsprechend 137 GByte) unterstützt werden. Die sogenannten „Old-World-Macs“ erfüllen alle Vorgaben für den Betrieb von Mac OS X 10.2 „Jaguar“, jedoch unter der Voraussetzung, dass mindestens 128 MB Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen. Die neueste noch offiziell unterstützte Betriebssystem-Version ist 10.2.8. Mac OS 10.3 und neuerdings auch Mac OS X 10.4 können jedoch mit Hilfe der Shareware XPostFacto installiert werden.

Vom beigen Power Mac G3 gab es die Revisionen A, B und C, die sich im System-ROM und im Grafik-Chip unterscheiden. Erst ab der Revision B war ein Master/Slave-Betrieb (bedingt durch das neuere ROM) möglich. Revision A hatte einen ATI Rage II Grafik-Chip, ab Revision B wurde ein Rage Pro mit 3D-Beschleunigung eingebaut. Die Revision B hat eine Fehlkonstruktion in der „Personality Card“, was dazu führt, dass das Bild am Röhrenmonitor dunkel und unscharf ist.

Die drei Revisionen lassen sich durch die Endung der ROM-Versionsnummer erkennen, ablesbar z.B. im Dienstprogramm „Apple System Profiler“ unter dem Reiter „Systemprofil“ – Produktionsinformation:

  • Revision A: 40F2
  • Revision B: 45F1
  • Revision C: 45F2

Da 1997/98 Iomega ZIP-Laufwerke sehr gefragt waren, konnte der linke Schacht neben dem CD-Laufwerk mit einem internen ZIP100-Laufwerk bestückt werden. Bei der Revision A war das ZIP-Laufwerk mittels SCSI (ID 5), bei den darauffolgenden Revisionen per IDE-Bus angebunden (dadurch bedingt, dass in der Revision A die beiden zur Verfügung stehenden IDE-Kanäle durch die System-Festplatte und das CD-ROM-Laufwerk bereits belegt waren).

1999/2000 war es dann erstmals möglich, die bis dahin nur für Windows-Rechner konzipierte Voodoo-Grafikkarte „Voodoo3 2000“ der Firma 3Dfx Interactive Inc. in den G3 einzubauen. Diese Karten galten in der zweiten Hälfte der 90er Jahre als legendär in der Auflösung und waren auf Spiele spezialisiert.

All-In-One (Codenamen Artemis)

Dieses damals schon wieder außergewöhnliche Baumuster erinnerte in der Ferne an den ersten Würfel-Mac. Sein Hauptmerkmal ist der in das Gehäuse integrierte 15"-Monitor. Als seine unmittelbaren Vorgänger sind die Rechner der PowerMac 5000er Serie anzusehen. Sein ausschließliches Arbeitsfeld war der Bildungsmarkt. Unmittelbarer Nachfolger dieses außergewöhnlichen G3 wurde Apples Welterfolg, der iMac.

  • Bauzeit: 3. April 1998 bis 1. Januar 1999
  • Prozessor: PPC750 – 233 MHz, 266 MHz
  • 4 GB EIDE Festplatte
  • 2 Interne IDE Stränge
  • ATI Rage Pro mit 2 MB SGRAM (maximal 6 MB)
  • 15" CRT Monitor mit 13,8" sichtbarer Diagonale 28-mm-Lochmaske
  • Standardmäßig eingebautes Mikrofon
  • Standardmäßig eingebautes Stereolautsprecher

Power Macintosh mit PCI-Steckplätzen („New World“)


Power Macintosh G3 blauweiß (Yosemite)

Power Macintosh G3 BW.jpg Die spätere Version des Power Mac G3 hatte ein (Mini-)Tower-Gehäuse, welches mit farblosem und grünblau-transparentem Kunststoff verkleidet war (im Apple-Jargon heißt das Gerät „Blue and White“) und die charakteristischen Tragegriffe. Das Gerät wurde mitunter spöttisch als „Schlumpf“ oder „Tupperdose“ bzw. „Tuppermac“ bezeichnet).

Das Gerät hatte je zwei USB- und Firewire-Anschlüsse. ADB war noch vorhanden, um die alte Tastatur oder andere vorhandene ADB-Geräte anschließen zu können. Die Grafik wurde von der Hauptplatine in einen 66 MHz PCI-Steckplatz verlegt, das Konzept der „Personality Card“ aufgegeben. Ein neu entwickelter IDE-Chip sorgte mit UDMA 33 für einen schnelleren Datentransfer zur Festplatte, während die anderen Laufwerke noch über den alten, langsameren IDE-Kanal angebunden waren. Wie auch beim beigen G3 war das Innere des Gehäuses besonders leicht zugänglich; durch einen Griff konnte die Seitenwand des Gehäuses heruntergeklappt werden. Darauf befand sich die Hauptplatine mit den Speicherbausteinen, dem Prozessor usw.. Im Gehäuse verblieben die Laufwerke (darunter bis zu drei Festplatten, die am Gehäuseboden befestigt werden), welche somit sehr leicht zugänglich waren. Das Design ist dabei so durchdacht, dass die Schnittstellen am feststehenden Gehäuseteil angebracht sind; so kann theoretisch im laufenden Betrieb die Seitenklappe geöffnet werden.

Vom blauweißen G3 gibt es die Revisionen 1 und 2. Die Revision 1 hat einen defekten IDE-Chip, welcher bei fast allen größeren (mehr als 8 GiByte) Festplatten Datenübetragungs-Fehler verursacht. Um dieses Problem zu umgehen, benötigt man eine PCI-IDE-Karte (ATA oder SATA), die auch notwendig ist, um große Festplatten (mit mehr als 128 GiByte bzw. 137 GByte) ausnutzen zu können. Als alternative reine Software-(Not)-Lösung kann ein Festplattentreiber eines Drittherstellers genutzt werden, bei dem manuell der DMA-Modus auf „Multi-Word“ umgestellt werden kann (z. B. HardDiskToolkit der Firma FWB). Die zweite Revision des blauweißen Power Mac G3 hat eine Vorrichtung („U bracket“), um jeweils eine weitere („IDE Slave-“) Festplatte oberhalb der beiden vorhandenen Einbauplätze einzubauen (dann passen bis zu vier Festplatten ins Gehäuse), einen verbesserten IDE-Chip (ohne die Datenfehlerprobleme der Rev 1) sowie eine etwas schnellere Grafikkarte (Rage 128 mit höherer Taktfrequenz).

Der blauweiße Power Mac G3 ist der erste Macintosh, der zur Zeit noch offiziell alle aktuellen Versionen des Betriebssystems Mac OS X unterstützt.

Power Mac G4

Apple-ppc-G4-2003.jpg Im Sommer 1999 wurden als Nachfolger des blauweißen G3 gleich zwei Modelle des PowerMac G4 angekündigt: Eine Version mit PCI-Grafik und eine mit AGP-Grafik (so Apples offizielle Unterscheidung).

Der Power Mac G4 hatte die gleiche Gehäuseform wie der blauweiße G3, war aber in transparentem Kunststoff und silberfarbenen Seitenflächen gehalten. Diese Farbzusammmenstellung wurde „graphite" genannt. Die Modelle besaßen den G4-Prozessor mit AltiVec (Apple-Jargon: Velocity Engine). Einige Programme von Apple, wie zum Beispiel iDVD oder GarageBand, setzen den G4-Prozessor grundsätzlich voraus.

Beim Modell mit PCI-Grafik („Yikes“) lag der Unterschied zum Vorgängermodell (G3 „Yosemite“) einzig in der Verwendung des G4-Prozessors. Die Grafikkarte war nach wie vor eine 16 MB ATI Rage 128 im PCI-Slot und die Hauptplatine („Logic Board“) baugleich mit der des Vorgängers. Es wurden Taktgeschwindigkeiten zwischen 350 und 400 MHz erreicht. Genau wie der Yosemite G3 verfügten die Rechner über USB-und Firewire-Schnittstellen. Es wurde gemutmaßt, dass Apple noch eine größere Menge von Hauptplatinen des Vorgängermodells „recyceln“ wollte, und so wurde das „Yikes“-Modell auch bis Ende 1999 ausverkauft. Somit mussten Yikes-Käufer mit einem veralteten IDE-Kontroller mit UDMA-33 und dem gegenüber dem Yosemite nicht veränderten FSB vom 100 MHz vorlieb nehmen.

Das andere Modell („Sawtooth“) war etwas später erhältlich. Die Prozessoren begannen bei Taktfrequenzen von 400 MHz und verfügten über einen 133 MHz FSB. Die neue Hauptplatine war speziell für den G4-Prozessor und dessen Busprotokoll entwickelt worden, der Rechner daher deutlich schneller als das Modell mit PCI-Grafik. AGP löste PCI als Grafikkartenanbindung ab. Als IDE-Kontroller wurden die Festplatten mit UDMA-66 angesprochen.

Spätere Modelle waren häufig mit zwei Prozessoren ausgestattet, da der Prozessorhersteller Motorola die Taktraten des G4 über mehrere Jahre hindurch nur marginal steigern konnte und sich dadurch der Leistungsabstand zu Intel-kompatiblen PCs zunehmend verstärkte. Das Dualprozessor-Konzept sollte diese Lücke verkleinern. Später wurden PowerPC-Prozessoren auch von IBM hergestellt.

Eine Sonderform des G4 war der Power Mac G4 Cube, der jedoch mit seinem lüfterlosen Konzept sowie seiner würfelförmigen äußeren Form in einem Plexiglasgehäuse eine völlige Neuentwicklung darstellte. Auch der sogenannte Digital Audio stellte eine Besonderheit Apples für den Markt der digitalen Musikbearbeitung dar, auf dem Apple nach wie vor eine Sonderrolle spielt.

Der erste Power Mac, der nicht mehr Mac OS 9 booten konnte, war das 2003 erschienene Modell mit FireWire 800 Unterstützung. Aufgrund der großen Nachfrage nach Mac-OS-9-Bootfähigkeit legte Apple danach den dual-boot-fähigen (Mac OS 9 und Mac OS X) „Mirrored Drive Doors“ mit geringen Modifikationen wieder auf, der bis etwa Mitte 2004 verkauft wurde.

Modelle
Außer für die Hauptplatinen gibt es auch für die Rechner, um die verschiedenen Modelle auseinanderhalten zu können, Bezeichnungen, die zwar inoffiziell sind, aber von Apple stammen:

  • 1999: „PCI Graphics“
  • 1999: „AGP Graphics“
  • 1999: „Gigabit Ethernet“
  • 2000: Cube
  • 2001: „Digital Audio“
  • 2001: „Quicksilver“
  • 2002: „Quicksilver 2002“
  • 2002: „Mirrored Drive Doors“
  • 2003: „FW 800“
  • 2003: „Mirrored Drive Doors 2003“

Power Mac G5

Power Mac G5.jpg Der Power Mac G5 führte das zuvor bei den PowerBooks eingeführte Aluminium als Gehäusematerial in der Power Macintosh-Reihe ein. Er benutzt neue G5-Prozessoren. Der Power Mac G5 hat ein ausgeklügeltes Belüftungssystem mit 9 Ventilatoren in vier unabhängigen Kühlzonen. Die Prozessoren selber werden durch passive Kühler gekühlt. Ab Mitte 2004 wurde erstmals von Apple ein Flüssigkeitskühlsystem serienmäßig in dem Topmodell mit dual 2,5 GHz Prozessoren verbaut (seit April 2005 ist nur das duale 2,7 GHz-Topmodell wassergekühlt). Wird das Gehäuseseitenteil abgenommen, kann durch eine Plexiglasabdeckung ein Blick ins Innere bei laufendem Betrieb geworfen werden.

Es sind derzeit drei Modelle (Dual Core 2,0 GHz CPUs mit PCI-Express, Dual Core 2,3 GHz CPUs mit PCI-Express und Quad Core (2x 2,5 GHz Dual Core) 2,5 GHz CPUs mit PCI-Express) erhältlich. Alle derzeit erhältlichen Modelle verwenden die Chipkombination U4/K2, teilweise mit PCI-Express Bridge.

Der Quad Core PowerMac unterstützt zusätzlich bis zu vier Grafikkarten, die in die PCI-Express Slots eingebaut werden können und an denen jeweils bis zu zwei 23" Apple Cinema Displays angeschlossen werden können.

Der PowerMac G5 ist der erste 64-Bit Apple-PC gewesen, konnte seine Fähigkeiten jedoch mangels echtem 64-Bit Mac OS nicht ausspielen. Einzig Linux nutzt auf dieser Plattform alle Ressourcen aus.

Das letzte Einprozessormodell (mit 1,8 GHz, von Apple „late 2004“ genannt, mit PCI-Bus und 600 MHz FSB) wurde im Oktober 2004 eingeführt. Die Architektur unterschied sich grundlegend von allen anderen Power Macs G5, stattdessen ist der Systemaufbau wie beim iMac G5 (Rev A), d.h. mit U3lite- und Shasta-Controllern sowie mit SMU statt PMU. Bereits im Juni 2005 (es war allerdings bis Juli 2005 noch in Europa erhältlich) wurde das Gerät, das nie zuverlässig funktionierte, vermutlich aufgrund von Serienfehlern eingestellt. Im November 2005 – also lange nach Bekanntwerden des Fehlers – hat Apple ein Firmwareupdate veröffentlicht, mit dem die Rechner nun zuverlässig funktionieren.

Siehe auch


Weblinks


  • http://www.g5freeze.com/ Probleme mit G5

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