Der Apple IIGS war der 1985 erschienene Nachfolger des Apple II. Dieses Modell wurde aufgrund der Probleme des Apple Macintosh und des großen Erfolges des damals schon veralteten Apple II veröffentlicht und in verschiedene Versionen bis 1992 vertrieben.
Der Apple IIgs war der letzte Computer den Apple-Mitgründer und Vater des Apple II, Steven Wozniak, bei Apple entwickelte, bevor er im Februar 1985 das Unternehmen verließ.
Technische Daten
Allgemeines
Er verfügte über einen Western Design Center
65816-Prozessor mit 2,8 MHz (max. 18 MHz), der bei alten Programmen auf 1 MHz herruntergetaktet werden konnte. Die erste Ausführung verfügte über 128 KiByte RAM (max. 8 MiB) und 128 KiByte ROM, das auf 1 MiB erweitert werden konnte. Später wurden Versionen veröffentlicht, die bis zu 1 MiB Ram bzw. 256 KiB ROM verfügten. Das System konnte durch Steckkarten wie z.B. einer SCSI- oder Soundkarte erweitert werden. Die integrierte Grafikkarte konnte vier Farben bei 640×200 und 16 aus bis zu 4096 Farben bei 320×200 Bildpunkten und 80×25 Zeichen darstellen. Der Computer verfügte ursprünglich über ein 5¼-Zoll-Laufwerk mit 143 KiB oder ein 3½-Zoll-Laufwerk mit 800 KiB Speicherkapazität.
Grafik
Der integrierte Grafikchip verfügte über eine 12-bit-Farbpalette (4096 Farben) und konnte folgende Modi anzeigen:
- 320×200 mit 16 Farben
- 320×200 mit 16 Farbpaletten zu je 16 Farben: Hier konnte jede Bildzeile mit einer anderen Farbpalette versehen werden. Dies ermöglichte eine Darstellung von theoretisch 256 Farben.
- 320×200 mit 200 Farbpaletten zu je 16 Farben: Hier konnte jede Bildzeile mit einer Farbpalette versehen werden, was eine Darstellung von theoretisch 3200 Farben ermöglichte.
- 320×200 mit 200 Farbpaletten zu je 15 Farben + eine Füllfarbe:
- 640×200 in vier Farben: Dieser Modus wurde nur für die Menübedienung und für das Apple-Logo verwendet.
- 640×200 in 16 simulierten Farben: Hier wurde mit Hilfe von zwei Farbpaletten zu je vier Farben, die jeweils in einem anderen Bildbereich verwendet wurden, eine Darstellung von 16 Farben simuliert. Dieser Modus war der Modus für Büroprogramme. Solche Modi waren zu dieser Zeit durchaus üblich.
Sound
Eine Besonderheit für die damalige Zeit war der Synthesizer-Chip
Ensoniq 5503, der in den Apple IIgs verbaut wurde. Dieser Synthesizer-Chip hatte 32
Oszillatoren, von denen Apple in der Firmware des IIgs 2 für interne Zwecke verwendete. Die restlichen wurden in 2er-Paaren für die Tonerzeugung (Stereo) oder als 30 Mono-Stimmen verwendet. Weiterhin war der Chip in der Lage, Töne über die so genannte
Wavetable-Synthese zu erzeugen. Hierzu waren zwei
Digital-Analog-Umsetzer (DAC - Digital Analog Converter) vorhanden, die eine Auflösung von 8 Bit hatten und auf einen internen 64-KiB-Wavetable-Speicher zugreifen konnten. Somit war der
Ensoniq 5503 in der Lage, ähnlich dem damals größten Konkurenzprodukt
Commodore Amiga, digitalen Stereo-Ton zu erzeugen. Apple allerdings beschränkte die Tonausgabe, indem nur ein Mono-Anschluss für Kopfhörer/Lautsprecher eingebaut wurde. Mit Hilfe einer zusätzlichen Erweiterungskarte konnte ein Stereo-Ausgangssignal gewonnen werden.
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