Standrew.jpg Andreas war ebenso wie sein Bruder Simon Petrus ein Apostel Jesu Christi.
In der Apostelgeschichte des Lukas fehlen Informationen über Andreas. Nach Berichten von Kirchenvätern (Eusebius von Cäsarea, Gregor von Nazianz, Hieronymus) predigte er jedoch in Epirus, Kappadozien, Skythien, Thrazien, Makedonien und Achaia. Er soll sogar im heutigen Kurdistan und Georgien gepredigt haben. Die spätere Tradition stellt ihn an die erste Stelle in der Abfolge der Bischöfe und Patriarchen von Byzanz (bzw. Konstantinopel). Übereinstimmend wird berichtet, dass er zur Zeit Neros vom Statthalter Aegeas bzw. Aegeates in Patras in Achaia gekreuzigt wurde, der Legende nach an einem Kreuz mit schrägen Balken (Andreaskreuz). Seine Gebeine kamen am 3. März 357 nach Konstantinopel. Im Jahr 1208, nach dem Vierten Kreuzzug und Fall Konstantinopels, brachte Kardinal Petrus von Capua die Gebeine des heiligen Andreas nach Amalfi am Golf von Sorrent, wo sie bis zum heutigen Tage in dem zu Ehren des heiligen Andreas erbauten Domes ruhen. Das Kopfreliquiar, 1462 bis 1964 in Rom, verehrt man heute wieder in Patras, wohin es Papst Paul VI. 1964 überführen ließ. Als Todestag wird der 30. November überliefert, der sowohl in der katholischen, als auch in der orthodoxen Kirche der Tag des Heiligen Andreas ist. Der Andreastag und sein Vorabend (Andreasnacht) leiten die Bräuche der Adventszeit ein.
Andreas gilt als der Apostel Kleinasiens, Konstantinopels und der Russen und ist der Nationalheilige von Russland und Schottland (die Flagge Schottlands symbolisiert das Andreaskreuz). Seine Bedeutung für die orthodoxe Kirche ist vergleichbar – wenn auch nicht ganz so herausragend – mit der seines Bruders Petrus für die katholische Kirche.
Der katholische Andreastag wurde gewählt, weil der Apostel an diesem Tag gekreuzigt worden sein soll. Er markiert zugleich den Beginn der Adventszeit. Für diesen Tag gelten in Deutschland die Wetterregeln: "Andreas, hell und klar, verspricht ein gutes Jahr", "Andreas' Schnee tut den Saaten weh" und "Andreasschnee - tut Korn und Weizen weh". Auch in Polen wird am Andreastag die Zukunft vorhergesagt.
Heiliger | Märtyrer | Person im Neuen Testament | Mann | Bischof (1. Jh.)
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