Unter Aporie (griech. ἀπορία, Ratlosigkeit) versteht man seit Sokrates die Einsicht in das eigene Nichtwissen und die Unlösbarkeit eines Problems. Sokrates führt seine Gesprächspartner dabei mit Hilfe der Elenktik in die Aporie, um sie so auf die Suche nach Wahrheit zu leiten.
Aporie wird in der Minnelyrik auch als Unvereinbarkeit gesehen, z. B. die Unvereinbarkeit zwischen minne und ére, wie sie Reinmar in seinen Liedern postuliert.
In der Rhetorik ist die aporia eine Redefigur, die die Zweifelhaftigkeit einer Aussage durch den Sprecher verdeutlicht.
Die Aporetik ist die Kunst, unlösbare oder schwer zu lösende Probleme zu durchdenken und zu erörtern.