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Apollofalter
ParnApollo.jpg
: Insekten (Insecta)
: Neuflügler (Neoptera)
: Schmetterlinge (Lepidoptera)
: Ritterfalter (Papilionidae)
: Parnassiinae
: Parnassius
: Apollofalter
Wissenschaftlicher Name Parnassius apollo (Linnaeus, 1758) ParnassiusApollo1136.jpg Der Apollofalter (Parnassius apollo) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Ritterfalter (Papilionidae). Die Männchen erreichen eine Größe von 35 bis 42 Millimetern. Auf der Flügeloberseite dominiert ein weißlicher Grundton und auf dem Vorderflügel und es sind ein oder mehrere schwarze Flecke erkennbar. Der Hinterflügel wird durch rote, zuweilen gelbliche Augenflecke dominiert, die beim Weibchen besonders groß ausfallen. Auch im Postdiskalfeld der Vorderflügel lassen sich zuweilen rote Flecke ausmachen sowie auf dem Innenwinkel der Hinterflügel.

Unterarten


Der Falter ist in seinem Erscheinungsbild außerordentlich variabel, weshalb mehrere Unterarten beschrieben wurden.

Flugzeit


Die Flugzeit der einzigen Jahresgeneration ist ab Ende Mai bis etwa Ende August. Die Lebensdauer der Falter beträgt nur etwa 2 bis 3 Wochen.

Lebensweise


Fraßpflanzen der Raupen sind Weiße Fetthenne (Sedum album) und Purpur-Fetthenne (Sedum telephium), seltener auch Sedum reflexum. Als Falter besuchen die Tiere nicht nur die weißen Blüten von Sedum album, sondern vorzugsweise die roten und violetten Blüten von Disteln (bspw. Carduus nutans), Flockenblumen (Centaurea jacea u. a.) und Dost (Origanum vulgare). Die Überwinterung erfolgt als Ei.

Lebensraum


Zu den Lebensräumen des Apollofalters zählen sonnige, trockene Standorte mit steinigem Untergrund, vor allem felsige Hänge, Geröllhalden und Felsabbruchkanten, auch Bahn- und Straßenböschungen sowie Abraumhalden von Steinbrüchen. Die Art ist insgesamt stark abhängig vom Vorkommen der Raupennahrungspflanzen (s. o.), an welchen auch die Eiablage erfolgt.

Verbreitung


Seine Verbreitung reicht von der Iberischen Halbinsel über alle europäische Bergregionen, die Karpaten, den Kaukasus und den Ural bis zum Baikalsees im Osten. Die nördliche Verbreitung reicht bis nach Fennoskandinavien, südliche Grenze ist die Sierra Nevada, Sizilien, Südtürkei. Auf den Britischen Inseln fehlt er ganz. Die vertikale Verbreitung beginnt bei etwa 500 Metern von der kollinen Stufe bis in das hochmontane und subalpine Gebiet. Seit 1936 steht der Apollofalter unter Naturschutz. Nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen gilt er als weltweit geschützt und ist die einzige weltweit geschützte nichttropische Schmetterlingsart (Stand 1990). Der Apollofalter ist akut vom Aussterben bedroht.
Rote Liste BRD: 1

Literatur


  • Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7
  • Hans-Josef Weidemann: Tagfalter: beobachten, bestimmen, Naturbuch-Verlag Augsburg 1995, ISBN 3-894-40115-X
  • Günter Ebert (Hrsg.), Erwin Rennwald: Die Schmetterlinge Baden-Württembergs Band 1, Tagfalter I (Ritterfalter (Papilionidae), Weißlinge (Pieridae), Edelfalter (Nymphalidae)), Ulmer Verlag Stuttgart 1993. ISBN 3-800-13451-9
  • Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands. Landwirtschaftsverlag, Münster 1998, ISBN 3-89624-110-9

Weblinks


Ritterfalter | Alpenfauna

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