| Wissenschaftlicher Name
|
| Parnassius apollo
|
| (Linnaeus, 1758)
|
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Der
Apollofalter (Parnassius apollo) ist ein
Schmetterling (
Tagfalter) aus der
Familie der
Ritterfalter (Papilionidae). Die Männchen erreichen eine Größe von 35 bis 42 Millimetern. Auf der Flügeloberseite dominiert ein weißlicher Grundton und auf dem Vorderflügel und es sind ein oder mehrere schwarze Flecke erkennbar. Der Hinterflügel wird durch rote, zuweilen gelbliche
Augenflecke dominiert, die beim Weibchen besonders groß ausfallen. Auch im Postdiskalfeld der Vorderflügel lassen sich zuweilen rote Flecke ausmachen sowie auf dem Innenwinkel der Hinterflügel.
Unterarten
Der Falter ist in seinem Erscheinungsbild außerordentlich variabel, weshalb mehrere Unterarten beschrieben wurden.
Flugzeit
Die Flugzeit der einzigen Jahresgeneration ist ab Ende Mai bis etwa Ende August. Die Lebensdauer der Falter beträgt nur etwa 2 bis 3 Wochen.
Lebensweise
Fraßpflanzen der Raupen sind
Weiße Fetthenne (Sedum album) und
Purpur-Fetthenne (Sedum telephium), seltener auch
Sedum reflexum. Als Falter besuchen die Tiere nicht nur die weißen Blüten von
Sedum album, sondern vorzugsweise die roten und violetten Blüten von Disteln (bspw.
Carduus nutans), Flockenblumen (
Centaurea jacea u. a.) und
Dost (Origanum vulgare). Die Überwinterung erfolgt als Ei.
Lebensraum
Zu den Lebensräumen des Apollofalters zählen sonnige, trockene Standorte mit steinigem Untergrund, vor allem felsige Hänge, Geröllhalden und Felsabbruchkanten, auch Bahn- und Straßenböschungen sowie Abraumhalden von Steinbrüchen. Die Art ist insgesamt stark abhängig vom Vorkommen der Raupennahrungspflanzen (s. o.), an welchen auch die Eiablage erfolgt.
Verbreitung
Seine Verbreitung reicht von der
Iberischen Halbinsel über alle europäische Bergregionen, die
Karpaten, den
Kaukasus und den
Ural bis zum
Baikalsees im Osten. Die nördliche Verbreitung reicht bis nach
Fennoskandinavien, südliche Grenze ist die
Sierra Nevada,
Sizilien, Südtürkei. Auf den
Britischen Inseln fehlt er ganz.
Die vertikale Verbreitung beginnt bei etwa 500 Metern von der kollinen Stufe bis in das hochmontane und subalpine Gebiet. Seit
1936 steht der Apollofalter unter
Naturschutz. Nach dem
Washingtoner Artenschutzabkommen gilt er als weltweit geschützt und ist die einzige weltweit geschützte nichttropische Schmetterlingsart (Stand 1990). Der Apollofalter ist akut vom Aussterben bedroht.
Rote Liste BRD: 1
Literatur
- Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7
- Hans-Josef Weidemann: Tagfalter: beobachten, bestimmen, Naturbuch-Verlag Augsburg 1995, ISBN 3-894-40115-X
- Günter Ebert (Hrsg.), Erwin Rennwald: Die Schmetterlinge Baden-Württembergs Band 1, Tagfalter I (Ritterfalter (Papilionidae), Weißlinge (Pieridae), Edelfalter (Nymphalidae)), Ulmer Verlag Stuttgart 1993. ISBN 3-800-13451-9
- Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands. Landwirtschaftsverlag, Münster 1998, ISBN 3-89624-110-9
Weblinks
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Apollo (sommerfugl) | Apollo (butterfly) | Apolono-papilio | Isoapollo | Apollon (papillon) | Apollovlinder | Niepylak apollo