| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_Apolda.png | Karte apolda th in deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Thüringen |
| Landkreis: | Weimarer Land |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 205 m ü. NN |
| Fläche: | 46,15 km² |
| Einwohner: | 24.971 (31. Dezember 2003) |
| Bevölkerungsdichte: | 541 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 99501–99510 |
| Vorwahlen: | 03644, 036462, 036465 |
| Kfz-Kennzeichen: | AP |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 71 001 |
| Stadtgliederung: | 9 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 99510 Apolda |
| Website: | apolda.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Rüdiger Eisenbrand - seit 7. Mai 2005 (FWW) |
Apolda ist Kreisstadt des mittelthüringischen Landkreises Weimarer Land, im Städtedreieck Weimar, Jena, Naumburg (Saale), am nördlichen Flusslauf der Ilm gelegen.
Angrenzende Gemeinden sind Flurstedt, Kapellendorf, Mattstedt, Niederroßla, Nirmsdorf, Oßmannstedt, Pfiffelbach, Saaleplatte, Wickerstedt, Wiegendorf und Willerstedt.
Apolda wurde nachweisbar erstmalig 1119 als "Apolle" in einer Urkunde erwähnt. 1633 wurde Apolda der Universität Jena zugesprochen, da das letzte Mitglied der Schlossherrenfamilie Vitzthum verstorben war. Apolda gehörte zum Herzogtum Sachsen-Weimar (später Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach).
Seit 1600 gewann die Stadt zunehmend durch die Strickerei an Bedeutung. 1722 wurde die Glockengießerei begründet. 1846 erhielt Apolda Anschluss an die Eisenbahn.
Seit 1922 war Apolda ein selbstständiger Stadtkreis, wurde jedoch 1950 wieder in den Landkreis Weimar zurückgegliedert.
Am 5. Mai 1923 gelang dem Glockengießer Heinrich Ulrich der Guss der größten, freischwingenden und läutbaren Glocke der Welt, der St. Petersglocke.
| Amt | Name | Partei |
|---|---|---|
| Stadtratsvorsitzender | Linke, Andreas | CDU |
| Stellvertreter | Prüfer, Holger | FDP |
| 1. Beigeordneter | Heinemann,Konrad | FDP |
| 2. Beigeordneter | Dr. Burghoff, Ulrich | parteilos |
| ehrenamtliche Beigeordnete | Ramthor, Günter | parteilos |
| Dr. Block, Dieter | PDS |
Rüdiger Eisenbrand (Freie Wähler Weimarer Land) *1956
Der AFC ist der Apoldaer Faschingsclub e.V. Er besteht seit 1972, mit seinem Schlachtruf "Apolle hinein". Der AFC ist der Vater der 1. Thüringer Guggen Musiker; gegründet am 11. November 2000 als die "Sacktrommler des AFC". Diese sind mittlerweile auch überregional bekannt geworden, z.B. durch Auftritte 2004 bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2004 und zum Weltcup 2005 in Oberhof.
Apolda war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts bedeutendes Zentrum für die Herstellung von Strick- und Wirkwaren (Strumpfindustrie) und zu DDR-Zeiten für die Herstellung von Textilien für Armeen der Warschauer-Pakt-Staaten. Seit 1990 verschlechterte sich die Situation in Apolda durch fehlende Arbeitsplätze und der damit verbundenen Abwanderung tausender Einwohner der Stadt. (siehe Einwohnerstatistik).
Im VEB Thüringer Obertrikotagen Apolda, dem größten Maschenwarenhersteller der DDR, waren 1988 2963 Arbeiter und Angestellte beschäftigt. Der VEB Synthatex in Apolda war ein Produzent von Kunststoffen und Chemikalien in der DDR.
U.a. produzierte das VEB Synthatex für das VII. Turn- und Sportfest der DDR den größten Teppich der DDR mit einer Fläche von 110 x 80m (Gewicht 16 Tonnen). Dieser Teppich deckte den Rasen im Leipziger Zentralstadion ab. Nach der Veranstaltung wurde er in kleine, etwa mannsgroße Stücke zerschnitten, die vorwiegend in Sporthallen von Schulen und Trainingsstätten als Turnunterlagen o.Ä. verwendet wurden.
Der Apolda European Design Award ist seit dem Start 1993 zu einem Sprungbrett für talentierte Mode-Designer geworden und zählt heute zu einem der meist geschätzten Wettbewerbe für Mode-Design. Im Jahr 2002 wurden erstmals ausschließlich renommierte europäische Mode-Hochschulen mit ihren Diplomanden in das Projekt eingebunden. Durch diese klare Ausrichtung hat sich der Apolda European Design Award zu einer Talentschmiede für den europäischen Mode-Nachwuchs entwickelt.
In den Jahren 1904 bis 1928 wurden in der Apoldaer Firma Ruppe und Sohn (ab 1912 "Apollo-Werke AG") Automobile der Marken "Piccolo" und "Apollo" in verschiedenen Ausführungen hergestellt.
Glockengießerei, bis ca. 1950, u. a. Herstellung der Glocken des Kölner Doms (Glocke "St. Peter").
Die Vereinsbrauerei Apolda (1440 erste urkundliche Erwähnung - seit 1. Oktober 1887 Vereinsbrauerei) produziert mit der Marke „Apoldaer“ ein überregional bekanntes Bier.
Ebenso ist in Apolda die Gutena GmbH ansässig, die seit 1946 "Filinchen" herstellt; ab 1998 in neuer Produktionsstätte im Gewerbegebiet Apolda.
An gleicher Stelle hat im September 1999 die Familie Ospelt aus Liechtenstein die Produktion von Fertigpizzen aufgenommen. Mit 315 Mitarbeitern produziert Ospelt hier als größter Hersteller von Fertigpizzen in Europa 600.000 Pizzen pro Tag.