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Eine Aphthe (sprich: Afte) ist eine schmerzhaft entzündete Stelle der Schleimhaut des Zahnfleischs, der Mundhöhle oder der Zunge. Beim gleichzeitigen Auftreten mehrerer solcher Stellen spricht man vom Krankheitsbild der Stomatitis aphthosa.

Ursachen


Die genauen Ursachen sind noch ungeklärt. Als mögliche Auslöser werden verschiedene Faktoren diskutiert:

Momentan (Anfang 2005) wird eine Autoimmunreaktion des Körpers als wahrscheinlichste Ursache angesehen. Vor 1-2 Jahren waren es noch die Herpes-Viren, welche als hauptsächlicher Auslöser gehandelt wurden.

Krankheitsbild


Aphte.jpg | Aphthe_Unterlippe.jpg | Aphthe_140620062355.jpg Aphthen sind kleine, weiße, eng umgrenzte Flecken in der Mundhöhle. Sie treten meistens einzeln auf. Es gibt aber auch Fälle, in denen der Betroffene die ganze Mundhöhle mit Aphthen gefüllt hat. Das Sprechen und Essen fällt mit ihnen recht schwer und ist mit starken Schmerzen verbunden. Aphthen bleiben üblicherweise zwischen 10 und 14 Tagen bestehen. Aphten treten oft an mechanisch gereizten Stellen auf, z.B. wo scharfe (Eck-)Zähne auf die Mundschleimhaut treffen oder Zahnspangen scheuern. Oft ist auch eine familiäre Häufung feststellbar.

Behandlung


Zur Behandlung von Aphthen werden schmerzstillende und entzündungshemmende Mittel angewandt. Sehr gut funktionieren Tenderdol und Deaftol. Schmerzstillende Sprays zur lokalen Betäubung beschleunigen aber den Heilprozess nicht. In schweren Fällen kann man mit lokal angewandten Kortisonsalben unter Umständen eine Verbesserung erreichen. Tantum Verde (als Spray und zum Gurgeln), ist ein schmerzstillendes und gleichzeitig antibakterielles Medikament (verschreibungspflichtig).

Teebaumöl und Pyralvex sind auch noch bekannte schmerzlindernde Mittel. Falls die Aphthe noch sehr klein ist, kann man auch mit einigen Eiswürfeln gegen sie vorgehen und sie so etwas stoppen. Wer sich größere Schmerzen ersparen will, sollte in der Zeit, in der die Aphthe auftritt, auf sehr salzige Mahlzeiten verzichten. Auch süße Nahrungsmittel wie Konfitüre können sich als äußerst schmerzhaft beim Verzehr entpuppen. Milch und Schwarztee lassen den Schmerz abklingen.

Es gibt verschiedene Hausmittel, denen man eine heilende Wirkung nachsagt, doch sind diese nicht wissenschaftlich belegt und werden im allgemeinen auch nicht durch Ärzte empfohlen.

Einige Patienten schwören auf das Auftupfen von Salbeitinkturen, die zumindest den Schmerz schnell lindern, oder Myrrhentinktur oder die antiseptische Wirkung von Gewürznelken, die im Mund zerkaut und anschließend wieder ausgespuckt werden. Es wurde auch schon berichtet, dass das Auftupfen von Eigenurin zur sofortigen Rückbildung der Aphthe führen soll. Außerdem soll das Essen von einer rohen Zwiebel pro Tag helfen, ebenso wie das Auftupfen von starkem Alkohol. Für diese und noch weitere alternative Behandlungsmethoden lassen sich Befürworter finden - doch ist in keinem Fall erwiesen, dass sie sich tatsächlich günstig auf den Heilprozess ausgewirkt haben.

Die erfolgreiche Anwendung (Besserung, kürzere Auftretensdauer, Schmerzreduktion) von Hypnose konnte auch eine Studie belegen, die Hans-Christian Kossak in seinem Standardlehrbuch "Hypnose"*Kossak, H.-C.: Lehrbuch Hypnose. Psychologie-Verlags-Union, Weinheim, 2. Auflage, S. 560, ISBN 3-621-27146-5 erwähnt.

Quellen


Weblinks


  • http://www.aften-hilfe.de/
  • http://www.aponet.de/arzneimittel_interaktiv/aphthen/

Zahnmedizin

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