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Mit Antisepsis (griech. wörtlich "gegen Fäulnis") bezeichnet man alle Maßnahmen zur Verminderung von infektiösen Keimen und damit zur Verhinderung einer Infektion. Antiseptische Maßnahmen sind die Desinfektion von Oberflächen, Materialien und Gegenständen. Auch die Desinfektion von Wunden dient diesem Ziel.

Abzugrenzen ist der Begriff von der Asepsis, die auf eine vollkommende Keimfreiheit abzielt. Diese ist auf Körperoberflächen jedoch nie zu erreichen, da die Haut oder Schleimhaut nicht sterilisiert werden kann.

Geschichte


Der Begründer der Asepsis war Ignaz Semmelweis, der als "Retter der Frauen" in die Geschichte der Medizin eingegangen ist, obwohl zu seiner Zeit die Mikroskopie schon lange betrieben wurde und die Existenz von winzigen, nur mit dem Mikroskop sichtbaren Wesen bekannt war.

Antoni van Leeuwenhoek (1623-1723) hatte schon "die kleinen Biesterkes" beschrieben. Einzug in die Medizin hatte die Erkenntnis dieser Wesen aber noch lange nicht gehalten. Die Krankheitsauffassung dieser Zeit besagte, dass eine schlechte Konstitution zu einer Erkrankung führte, eine Infektion wurde nicht als Ursache angesehen.

Dieser Auffassung war auch noch Max von Pettenkofer, der die Infektiosität einer Typhus-Kultur abstritt, sich damit ein Brötchen bestrich und prompt an der Erkrankung starb. Ob von Pettenkofer nun Selbstmord beging, wie es in den entsprechenden Monographien heißt, oder ob das eher ein "Betriebsunfall" eines engagierten Forscherlebens war, sei dahingestellt.

Hygiene

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