Die Antiphon ("Gegengesang") bezeichnet im engeren Sinne ein Stück Gregorianischen Chorals, das einem Text, einer Motette oder einem Gottesdienstteil als liturgisch einführendes, abschließendes oder kommentierendes Element gegenübergestellt ist. In der Liturgie ist sie ein Wechselgesang zwischen zwei Chören oder zwischen Vorsänger und Chor, z. B. im priesterlichen Breviergebet ein kurzer Gesang vor und nach den Psalmen. Die marianischen Antiphonen sind die Schlussgesänge des Breviergebetes, die sich auf die Mutter Gottes Maria beziehen und nach den kirchlichen Jahreszeiten wechseln (z. B. Alma redemptoris mater). In den letzten sieben Tagen des Advents wird Jesus in den O-Antiphonen unter sieben messianischen Titeln aus dem Alten Testment angerufen.
Antiphonie in weiterem Sinne ist in allen Kulturen und zu allen Zeiten anzutreffen. Man versteht darunter Arten des Musizierens, bei denen vorgegebene musikalische Elemente von anderen Stimmen oder Instrumenten beantwortet werden.
Gattungen und Formen (Musik) | Kirchenmusik | Liturgie
Antiphon | Antienne | Antifona | アンティフォナ | Antifoon | Antyfona | Antifona
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"Antiphon (Musik)".
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