Die Antibolschewistische Liga wurde im Dezember 1918 von Eduard Stadtler, Mitbegründer der Solidarier, gegründet.
Stadtler propagierte einen "deutschen", "nationalen" oder "christlich-nationalen" Sozialismus, im Gegensatz zum "Klassenkampf-Sozialismus".
Stadtler wandte sich an den Direktor der Deutschen Bank Paul Mankiewitz mit der Bitte für ihn eine Zusammenkunft mit Herren der Wirtschaft zu organisieren. Am 10. Januar 1919 fand dann in den Räumen des Aero-Klubs von Berlin eine Konferenz mit den Industriellen Hugo Stinnes, Albert Vögler, Siemens, Henrich (Siemens-Schuckert Konzern), Ernst von Borsig, Felix Deutsch (von der AEG), Arthur Salomonsohn (von der Disconto-Gesellschaft) u.a. statt. Stadtler hielt einen Vortrag über den "Bolschewismus als Weltgefahr". Als Ergebnis erhielt Stadtler von verschiedenen Industrieverbänden für mehrere seiner Aktionen je 5 Millionen Reichsmark.
Stadtler finanzierte damit:
Auch die Freikorps erhielten Gelder von der Antibolschewistischen Liga. Mit den Geldern wurden unter anderem Belohnungen zur Festsetzung und Ermordung von Spartakisten bezahlt. Die Geschäftsstelle war die Privatwohnung Heinrich von Gleichens, eines der führenden Köpfe der Konservativen Revolution. Kurze Zeit nach ihrer Gründung wurde die Antibolschewistische Liga in "Liga zum Schutze der deutschen Kultur" umbenannt. Zu den Finanziers gehörte auch Friedrich Naumann.
Später wandten sich diese Industriellen wieder von Eduard Stadtler ab.
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"Antibolschewistische Liga".
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