Annus mirabilis (Latein für Wunderjahr) wird verwendet um Jahre besonderer Erfindungen und Entdeckungen zu kennzeichnen.
Der Begriff wird auch im politischen Sinne für "das Jahr 1989 verwendet in dem die Demokratisierungswelle im Osten Europas ihren Höhepunkt erreichte". (Kraus/Merkel, S.37, in: Bernecker, Walther et al. Spanien heute. Vervuert Verlag, Frankfurt am Main, 1998)
So wurden die Jahre 1665-1666,
John Dryden wurde durch die wundersame Eindämmung des Großen Brands von London zum Gedicht annus mirabilis inspiriert, das ihn schlagartig berühmt machte und dem Jahr 1666 zeitgenössisch die Bezeichnung annus mirabilis einbrachte.
Im 19. Jahrhundert bezeichnete man das Jahr 1666 retrospektiv als annus mirabilis, da Isaac Newton die klassische Mechanik entwickelte und revolutionäre Entdeckungen in der Analysis, Bewegungslehre, Optik und Gravitation machte.
Das Jahr 1905 wird häufig auch als annus mirabilis der Physik bezeichnet. In diesem Jahr veröffentlicht Albert Einstein vier bahnbrechende Arbeiten:
In Würdigung der Arbeiten jenes Jahres wurde 2005 in Deutschland das Einsteinjahr unter anderem mit der Einstein-Meile begangen, zum ersten Mal stand ein Mensch im Mittelpunkt eines Jahres der Wissenschaft. Auch international wurde Einstein im Rahmen des Jahres der Physik 2005 geehrt.
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"Annus mirabilis".
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