Schavan.jpg Annette Schavan (* 10. Juni 1955 in Jüchen) ist eine deutsche Politikerin (CDU).
Sie ist seit 2005 Bundesministerin für Bildung und Forschung und war von 1995 bis 2005 Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg.
Seit 1996 gehört sie dem CDU-Landesvorstand von Baden-Württemberg und seit November 1998 als stellvertretende Bundesvorsitzende auch dem CDU-Bundesvorstand an.
Seit Dezember 2002 leitet sie die Kommission zur Erarbeitung eines neuen Grundsatzprogramms für die CDU in Baden-Württemberg.
Annette Schavan gehörte bis zur Nominierung von IWF-Generaldirektor Horst Köhler am 4. März 2004 zu den möglichen Kandidaten von Union und FDP für die Kandidatur zur Bundespräsidentenwahl 2004.
Nach der Ankündigung von Ministerpräsident Erwin Teufel im Oktober 2004, mit Wirkung zum April 2005 sowohl das Amt des Ministerpräsidenten als auch das Amt des CDU-Parteivorsitzenden in Baden-Württemberg aufgeben zu wollen, meldete Annette Schavan ihre Ansprüche auf beide Ämter an. Bei einer Mitgliederbefragung der baden-württembergischen CDU erreichte sie jedoch nur 39,4 % der Stimmen und zog ihre Kandidatur zurück. Stattdessen übernahm der damalige Landtagsfraktionschef Günther Oettinger beide Ämter von Teufel.
Von 2001 bis zu ihrer Mandatsniederlegung am 30. September 2005 war sie Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg. Annette Schavan wurde im Wahlkreis 14 (Bietigheim-Bissingen) direkt in den Landtag gewählt.
Seit 2005 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Annette Schavan ist als mit 48,7 % der Erststimmen direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises 292 (Ulm) in den Bundestag eingezogen.
Ihre Rolle im so genannten Kopftuchstreit ist umstritten. Sie verweigerte 1998 einer Muslimin die Aufnahme in den Schuldienst, weil die darauf bestand mit Kopftuch zu unterrichten. Das führte zu einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das eine gesetzliche Regelung einforderte. Diese Gesetzesgrundlage wurde für Baden-Württemberg vom Landtag mit breiter Mehrheit beschlossen. Die von ihr favorisierte Lösung, christliche Ordenstracht in Schulen zuzulassen, muslimische Kopftücher aber zu verbieten, hat das Verwaltungsgericht Stuttgart am 7. Juli 2006 für einen Verstoß gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz gehalten und damit die einseitige Privilegierung christlicher Glaubenssymbole bei gleichzeitiger Diskriminierung muslimischer für verfassungswidrig angesehen.
Wegen ihrer Wahl in den Deutschen Bundestag schied sie am 5. Oktober 2005 aus dem Amt.
Am 22. November 2005 wurde sie als Bundesministerin für Bildung und Forschung in die von Bundeskanzlerin Angela Merkel geführte Bundesregierung berufen.
Auf Kritik stieß Schavan mit dem unter ihr als Ministerin ausgearbeiteten Schulgesetz in Baden-Würtemberg. Es bewirkt in den Augen von Kritikern eine einseitige Ausgrenzung nichtchristlicher Weltbilder: Das Schulgesetz der CDU-Politikerin sei ein "christlicher Kreuzzug gegen Muslima mit Kopftuch" gewesen, so Grünen-Politiker Volker Beck.http://www.spiegel.de/unispiegel/schule/0,1518,425744,00.html
Frau | Deutscher | Bildungsminister (Deutschland) | Forschungsminister (Deutschland) | Bundestagsabgeordneter | Landesminister (Baden-Württemberg) | CDU-Mitglied | Lehrer | Geboren 1955
Annette Schavan | Annette Schavan | Annette Schavan | Annette Schavan
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