Annalen (Mehrzahl) sind chronologische Aufzeichnungen wichtiger Begebenheiten und Ereignisse eines Jahres.
Annalen leitet sich ab aus dem Lateinischen ab ("libri annales", zu: annus = "Jahr"). "Annales" ist die lateinische Bezeichnung für "Jahrbücher". Die Bezeichnung Annalen wird auch häufig für Jahresberichte, Geschichtswerke und als Titel von Zeitschriften (z.B. den "Annales d'histoire économique et sociale") gebraucht.
Annalen gab es schon im Altertum. Die Annalen des Mittelalters, waren zunächst notizhafte Aufzeichnungen für den Eigengebrauch von Klöstern und wurden meist ohne Titel von Mönchen über Generationen geführt; Ereignisse wurden in diesen weit verbreiteten Werken in zeitlicher Folge wie in einem Tagebuch erfasst. Erst später entwickelten sie sich zu einer allerdings literarisch anspruchslosen Gattung der Geschichtsschreibung. Wenn die Annalen protokollarische Züge tragen und an einem Ort enger Verbindungen zum Herrscher entstanden sind, besitzen sie für Historiker einen hohen wissenschaftlichen Erkenntniswert, wie z. B. die Reichsannalen Karls des Großen.
Die Ordnung der Ereignisse nach Jahren ("annalistisches Prinzip") benutzt man noch heute häufig in Nachschlagewerken (Handbüchern u. a.), um das zeitliche Nebeneinander (z. B. das gleiche Geburtsjahr von Schriftstellern, das gleiche Erscheinungsjahr von Büchern) hervor treten zu lassen.
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