Ānhuī () ist eine Provinz der Volksrepublik China. Anhui ist eine Binnenprovinz im Südosten Chinas, am Chang Jiang gelegen. Anhui wurde 1667 mit der Teilung der Provinz Jiangnan in Anhui und Jiangsu gegründet. Der Name „Anhui" leitet sich von den Städtenamen Anqing und Huizhou (heute: Huangshan) ab.
Die Hauptstadt Anhuis ist Hefei. Weitere wichtige Städte: Huangshan, Ma'anshan, Bengbu, Huaibei, Huainan, Wuhu, Tongling und Anqing.
Nachbarprovinzen: Henan, Hubei, Jiangsu, Jiangxi, Shandong, Zhejiang.
Durch die überwiegend landwirtschaftlich geprägte Wirtschaft galt Anhui bis 1949 als rückständigste Provinz Ostchinas, inzwischen hat sie sich jedoch zu einem Zentrum der Schwerindustrie, vor allem der Automobilindustrie entwickelt. Die Jahresniederschläge steigen von rund 700 mm im Norden bis auf über 2000 mm am Huangshan im Süden an.
Am 1. September 2005 wurden einige Bergregionen der Provinz von Taifun Talim in Mitleidenschaft gezogen. Im Sommer 2005 wurden in der Hauptstadt Hefei Teile der alten Innenstadt abgerissen, an deren Stelle nun Grünflächen entstehen sollen.
Neben dem Tourismusmagneten Huangshan gibt es noch den 1342 Meter hohen Jiuhuashan, einen der vier heiligen Berge des chinesischen Buddhismus.
Der Ort Bozhou an der Grenze zur Provinz Henan ist die Heimat Hua Mulans, eines Mädchens, das an Stelle seines Vaters zwölf Jahre lang in der Armee diente und sich Verdienste erwarb. Für diese Geschichte interessierte sich auch Disney und drehte 1999 einen gleichnamigen Trickfilm, der weltweit große Erfolge erzielte. Bozhou ist ferner bekannt als Zentrum des Handels mit Rohstoffen für die traditionelle chinesische Medizin und als historischer Stützpunkt des Generals Cao Cao.
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