Eine Anhängerkupplung oder eine Anhängevorrichtung ist eine notwendige Vorrichtung, mit der ein Kraftfahrzeug ausgestattet sein muss, um einen Anhänger ziehen zu können.
Je nach Art des Zugfahrzeuges und des Anhängers unterscheidet man zwei Arten:
Am PKW wird hinten als Anhängevorrichtung ein Haken mit genormter Kugel montiert. Am Anhänger befindet sich als Gegenstück dazu an der Deichsel eine Kugelpfanne mit untenliegendem Verschluss. Dieser kann durch Anheben eines Hebels geöffnet werden. Sind die beiden zusammengekuppelt, so ist die Kugelpfanne auf der Kugel drehbar gelagert. Dadurch kann der Anhänger dem Zugfahrzeug gelenkig folgen.
Weiters gibt es für PKW Anhängevorrichtungen mit abnehmbarem Kupplungshaken, so dass sie bei Nichtverwendung nicht im Weg sind.
Die Anhängerkupplung dient auch als Basis für andere Transportvorrichtungen, wie z. B. Fahrradgepäckträger, die auf der Kugel befestigt werden
Zur kompletten Kupplung gehört auch die Steckdose und Stecker für die Fahrzeugbeleuchtung des Anhängers, da ja die Lichter mit dem Zugfahrzeug leuchten müssen. Dazu gibt es standardmäßig 7-polige oder 13-polige Steckverbindungen und auch Adapter von 7 auf 13 Pole.
Die Belegung der einzelnen Kontakte ist genormt und darf (bis auf die nicht belegten bei den 13-poligen Steckverbindungen) nicht anders belegt werden. 1...7 gelten sowohl für 7-polige als auch für 13-polige Steckverbindungen. Die Kabelfarben sind gemäß Richtlinie nach Möglichkeit einzuhalten, was bedeutet, dass in Einzelfällen auch andere Farben oder andere Verwendung der vorhandenen Farben vorkommen können.
Es gibt eine Alternativbelegung, die die Verwendung von 11 als Masse für 10 und 12 als Kodierungskontakt (verbunden mit 13) für den Wohnwagenbetrieb vorsieht.
da sich das nicht mit der genormten Belegung beißt, sollte auch Masse auf 11 gelegt werden. Die Zahlen in Klammern sind die in der Fahrzeugtechnik üblichen Klemmenbezeichnungen und sind bei 7-poligen Steckverbindungen oft auch direkt neben den Klemmen angegeben. Die beiden Masseverbindungen 3 und 13 sollten am Anhänger nicht miteinander verbunden sein (3 ist für die Grundfunktionen der Beleuchtung, 13 für die Komfortfunktionen), um die Funktion der Beleuchtung auch bei Störungen der anderen Ausstattung sicherzustellen.
Meist muss noch ein Schild mit der maximalen erlaubten Stützlast angebracht werden. Beim PKW sind es üblicherweise 50 oder 75 kg: Der Anhänger muss so beladen werden, dass im Ruhezustand nicht mehr als dieses Gewicht als Deichsellast auf die Anhängerkupplung drückt. Wenn die Deichsellast zu gering ist, kann der Anhänger zu pendeln beginnen.
In Deutschland muss eine nachträglich angebrachte Anhängerkupplung vom TÜV überprüft und abgenommen werden. Dies kostet derzeit 31,90 Euro (2006). In Österreich ist es davon abhängig, ob bereits eine Vorrichtung im Typenschein eingetragen ist oder nicht. Nur wenn keine eingetragen ist, muss sie von der Überprüfungsstelle der jeweiligen Landesregierung überprüft und eingetragen werden.
Die Voraussetzungen für einen abnahmefreien Anbau der AHK nach §19 Abs. 3 STVZO sind in Deutschland, wie folgt:
Dazu kommt ebenfalls der Stecker für die elektrische Versorgung. Beachten muss man hier immer die Spannung des jeweiligen Zugfahrzeuges (24 V oder 12 V).
Außerdem benötigt man noch die Anschlüsse für die Bremsen, je nachdem, ob der Anhänger nach dem älteren Bremssystem ein Einleiter- oder schon ein Zweileiterbremssystem hat.
Die älteren Anhängekupplungen waren nicht automatisch, sondern es wurde nur einfach ein Bolzen durch das Maul und die Öse durchgesteckt. Vielfach wird diese Art noch bei Traktoren verwendet.
LKW haben oftmals auch vorne eine Anhängevorrichtung, damit man sie einfacher abschleppen kann. Außerdem ist es oft einfacher, einen Anhänger zu schieben, wenn er unmittelbar an der gelenkten Achse des LKW angehängt ist. Da sie vorne nicht so oft gebraucht wird, ist sie meist hinter dem Kühlergrill versteckt.
Eine weitere Form der Anhängerkupplung ist die Haken- bzw Natokupplung. Diese Art von Anhängerkupplungen sind im zivilen öffentlichen Straßenverkehr seit Ende der 1970er in Deutschland und Österreich verboten, da bei diesen die Gefahr besteht, dass der Anhänger sich während der Fahrt vom Zugfahrzeug trennt. Die US-Amerikaner haben sich gut zehn Jahre später von der Hakenkupplung getrennt. Beim Militär findet diese Art jedoch noch weiter Verwendung. Ein Grund dafür ist die Verwendbarkeit im Gelände. Durch ihre Konstruktion ist es möglich noch in schwierigem Gelände einen Anhänger zu ziehen.
Mit der Anhängerkupplung können LKW mittels einer Schleppstange andere LKW abschleppen, wobei die Schleppstange an den beiden Enden ebenfalls zwei Ösen hat, in die die Bolzen der Anhängerkupplungen des schleppenden und des geschleppten LKW einrasten.
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"Anhängerkupplung".
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