Im 14. Jahrhundert wurde im Norden Angolas das Königreich Kongo mit seiner Hauptstadt Mbanza Kongo, im 15. Jahrhundert zudem das Königreich Ndongo gegründet.
1576 wird die heutige Hauptstadt Luanda gegründet. Angola wird offiziell zu einer portugiesischen Kolonie, doch schon 1580 fiel Portugal selbst an Spanien (bis 1640). Eine (weitere) kurze Unterbrechung der portugiesischen Herrschaft über Angola trat zwischen 1641 und 1648 ein. In dieser Zeit kontrollierten die Niederlande das Land.
Zur mythischen Figur im Kampf gegen die Kolonialherren wurde Königin Nzinga von Matamba (Jinga).
Verhandlungen über ein britisch-deutsches Bündnis führten aber schon 1898 zum sogenannten Angola-Vertrag: Für den Fall, dass Portugal Geld brauchen sollte, vereinbarten Deutschland und Großbritannien eine gemeinsame Anleihe, für das die portugiesischen Kolonien als Pfand vorgesehen waren. Im Falle der erwarteten Zahlungsunfähigkeit Portugals sollte dann Zentral-Angola (Inner-Angola) an Großbritannien, hingegen Nord-, Süd- und Westangola an Deutschland fallen (ebenso Nord-Mocambique an Deutschland, Süd-Mocambique an Großbritannien). Deutschland verzichtete dafür auf die Unterstützung der Buren in deren Kampf gegen Großbritannien. Das Abkommen wurde am 30. August 1898 geschlossen, aber niemals umgesetzt und schon 1899 durch die Verlängerung der britischen Schutzgarantie (Windsorvertrag) für Portugal und all seine Besitzungen unterlaufen.
Obwohl das britisch-deutsche Bündnis nie zustande kam, bemühte sich Großbritannien 1912-1914 nochmals, den endgültigen Bruch mit dem Kaiserreich aufzuschieben. Bei einem Besuch des britischen Königs in Berlin wurde 1913 der Vertrag von 1898 aus den Archiven geholt und sogar noch zugunsten Deutschlands modifiziert. Nun sollte es bereits ganz Angola erhalten. Darüber hinaus bot Deutschland im Austausch für (Angola und) Belgisch-Kongo den Briten zwei Drittel Deutsch-Südwestafrikas (Namibia) an. Tatsächlich aber zögerte Großbritannien die Unterzeichnung bis Juli 1914 heraus, dann machten das Attentat von Sarajewo und der Ausbruch des Ersten Weltkrieges seine Umsetzung ohnehin unmöglich. So blieb Portugal im Besitz Angolas und Mocambiques.
Ein gemeinsamer Angriff von UNITA und FNLA auf die in Luanda verschanzte MPLA misslang Ende 1975. Die FNLA erholte sich von dieser Niederlage nicht mehr, zog sich nach Zaire zurück und versank fortan faktisch in der Bedeutungslosigkeit.
Die von Zaire unterstützte, mehr stammesmäßig denn politisch motivierte FNLA, stieg später nach schweren Verlusten aus den Kämpfen aus. Südafrika unterstützte nun wieder verstärkt die UNITA. In Jahre 1983 drangen 5.000 südafrikanische Soldaten bis zu 250 km tief in den Süden Angolas ein um Stützpunkte der Rebellenbewegeung SWAPO aus Südwestafrika (heute: Namibia) zu zerstören. Dabei werden nach südafrikanischen Angaben bis Mitte August 1983 418 SWAPO-Kämpfer und 29 südafrikanische Soldaten getötet. Südafrika erlitt in Schlachten und Gefechten mit kubanischen Verbänden empfindliche Niederlagen. Dies weckte Südafrikas Bereitschaft zu Verhandlungen und zum Rückzug aus Angola. Auf dieses erfolglose militärische Engagement in Angola ist schließlich zum großen Teil auch die Schwächung der Position Südafrikas in Namibia, das 1990 in die staatliche Unabhängigkeit entlassen wurde, sowie des Apartheidsregimes selbst zurückzuführen. Im Jahr 1991 einigten sich die beiden Bürgerkriegsparteien MPLA und UNITA darauf, ein Mehrparteiensystem umzusetzen. Nachdem der heute amtierende Präsident José Eduardo dos Santos (MPLA) die durch die UN überwachten Wahlen gewonnen hatte, brach abermals Krieg aus (bis 1993). Der Auslöser war, dass die UNITA überzeugt war, es handle sich um Wahlbetrug.
Präsident José Eduardo dos Santos setzte auf Grund des Konfliktes die Funktion der Demokratischen Instanzen außer Kraft. Am 22. Februar 2002 wurde Jonas Savimbi, der Führer der UNITA, erschossen, daraufhin wurde ein Waffenstillstand zwischen den beiden rivalisierenden Parteien geschlossen. Die UNITA gab ihren bewaffneten Kampf auf und nahm die Rolle der führenden Oppositionspartei an.
Der Widerstand der international zunehmend isolierten UNITA aber war schon vorher erlahmt. Angolanische Regierungstruppen waren bereits ab 1998 stark genug, in Zaire (Demokratische Republik Kongo), Kongo (von Cabinda aus) und Nordnamibia zu intervenieren und hatten der UNITA so die letzten Versorgungswege (Diamantenschmuggel) abgeschnitten.
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