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Die Landschaft Angeln (dänisch: Angel) ist eine Halbinsel im Nordosten des Bundeslandes Schleswig-Holstein. Sie liegt zwischen der Flensburger Förde und der Schlei. In westliche Richtung hat Angeln keine klare Grenze. Der landschaftliche Übergang zur schleswigschen Geest (siehe auch Luusangeln) folgt dem historischen Ochsenweg, bzw. heute der B76. Angeln stellte zu keiner Zeit eine politische Einheit dar. Sie ist aber trotzdem für viele Bewohner eine identitätsstiftende Größe.

Das Angeliter Wappen wurde 1847 erstmals genutzt. Es besteht aus neun Feldern, die jeweils eines der Angeliter Harden symbolisieren. Einzig die Uggelharde ist nicht im Wappen beinhaltet, da nur ihre östlichen Teile zu Luusangeln gehören.

Um sich von der Bezeichnung der gleichlautenden Tätigkeit abzusetzen, werden die Einwohner auch Angelner oder Angeliter genannt. Anders als das jenseits der Schlei gelegene Schwansen ist Angeln von alters her durch kleinere, selbständige Bauernhöfe gekennzeichnet. Als Hofform bildete sich im 19. Jahrhundert, also nach der Verkoppelung und Ablösung der alten Gutswirtschaft, der für Angeln typische Dreiseithof heraus.

Typisch für Angelns Landschaftbild sind die vielen relativ kleinen Felder, die mit Knicks voneinander getrennt sind. Die hügelige Landschaft (Eine Endmoränenlandschaft, Resultat der letzten Eiszeit) mit ihren kurvenreichen Straßen wird häufig durch kleinere Buchenwälder unterbrochen, sodass diese Kulturlandschaft wie ein natürlicher Landschaftspark wirkt. Die technische Nutzung durch Windräder, die Zersiedelung an den Rändern der Dörfer und die damit einhergehenden Schnellstraßen sind natürlich auch hier für das Landschaftsbild störend.

Größere Orte in Angeln sind (u.a.)

Die höchste Erhebung Angelns ist nicht, wie oft angenommen, der Scheersberg (71 m), auf dessen Kuppe sich eine alte nordgermanische Thingstätte befand, sondern der Höckeberg in Freienwill mit 82m.

Der Name der Landschaft geht auf den Volksstamm der Angeln zurück, der in der Landschaft Angeln ansässig war. Ab etwa 200 wanderte ein Großteil der Angeln nach Britannien aus und siedelte dort in East Anglia. König Offa ist die größte sagenhafte Gestalt des alten Volkes der Angeln.

Nach 600 siedelten sich Jüten und Dänen auf der Halbinsel an, was heute noch an den Ortsnamen in Angeln und im übrigen Südschleswig deutlich wird, so enden viele Ortsnamen auf -by und -up, was übersetzt Dorf heißt. Noch heute bekennen sich viele Angelner zur dänischen Minderheit.

Angeln ist bekannt für seine Viehzucht und seine besonderen Nutztierrassen. So stammen das Angler Rind und das Angler Sattelschwein aus Angeln.

Sprachen

Die wichtigsten Sprachen in Angeln sind Hochdeutsch, Niederdeutsch und Dänisch. Der alte angeldänische Dialekt starb im 19. Jahrhundert aus, hat sich jedoch in zahlreichen Ortsnamen erhalten. Das Angler Platt unterliegt starken dänischen Einflüssen und hebt sich markant von anderen Formen des Niederdeutschen ab. Beispielhaft wird oft der folgende Satz genannt: "De chute Chegend, wo de cheele Cheorchinen chanz chräsig chut chedeien" (Die gute Gegend, wo die gelben Georginen besonders gut gedeien).

Bücher über Angeln


  • Berthold Hamer: Topografie der Landschaft Angeln, Bd. I + II, Husum Verlagsgesellschaft, 1995, ISBN 3-88042-749-6 und ISBN 3-88042-705-4
  • Hans Nicolai Andreas Jensen: Angeln : Zunächst für die Angler historisch beschrieben, S. 432, Flensburg: Andersen 1844. ISBN 3921361001

  • Erich Thiesen: Das neue Angelnbuch, S. 160, Neumünster: Wachholtz 2001. ISBN 3-529-06183-2

siehe auch


Region in Schleswig-Holstein | Südschleswig | Dänemark | Halbinsel (Schleswig-Holstein)

Ангелн | Angel | Angeln | Angeln

 

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