Angelica Kauffmann 006.jpg | Jesus und die Samariterin am Brunnen Jakobs.jpg | KauffmannKruedener.jpg und ihr Sohn Paul (1786)]] Angelika Kauffmann (* 30. Oktober 1741 in Chur; † 5. November 1807 in Rom) war eine der bedeutendsten Malerinnen des 18. Jahrhunderts. Ihre Porträtmalerei ist von europäischem Rang; ihr Schaffen ist zwischen Klassizismus und Empfindsamkeit angesiedelt.
Sie lebte lange Zeit in Rom; dort malte sie zahlreiche Zeitgenossen, u. a. Johann Joachim Winckelmann (1764), Johann Wolfgang von Goethe (1787) und Johann Gottfried Herder (1791), zu denen sie auch enge freundschaftliche Kontakte pflegte. 1792 malte sie als ihr wohl wichtigstes Selbstbildnis, das Selbstbildnis am Scheideweg zwischen Musik und Malerei (Moskau, Puschkin-Museum).
Zwischenzeitlich arbeitete sie von 1766 bis 1781 auch in London, wo sie mit Joshua Reynolds, dem berühmten englischen Maler, zusammentraf. Er förderte ihre Karriere in England. Sie porträtierten sich gegenseitig, ihr Gemälde von Reynolds ist im Saltram House in Plympton bei Plymouth zu sehen. 1767 lernte sie ihren ersten Ehemann, den angeblichen schwedischen Grafen Frederick de Horn, kennen. Die Ehe verlief denkbar unglücklich: Horn, der im Nachhinein als Heiratsschwindler betrachtet werden muss, verschwand plötzlich mit all ihren Ersparnissen. Im Februar 1768 wurde ihre Ehe durch ein Gericht der anglikanischen Staatskirche für ungültig erklärt.
In London war sie als einzige Frau Gründungsmitglied der Royal Academy (1768).
Ihr zweiter Ehemann war der venezianische Maler Antonio Zucchi (1726-1795), den sie im Juli 1781 in London heiratete. Kurz darauf reiste das frischvermählte Paar mit ihrem Vater nach Flandern, Schwarzenberg, Verona und Padua und erreichte im Oktober Venedig. Im Januar 1782 starb ihr Vater. Im November richteten sie sich Haus und Atelier auf Trinità dei Monti in Rom ein. Beide liegen in der römischen Kirche Sant'Andrea delle Fratte begraben. Die beiden Grabinschriften wurden von Angelika Kauffmann persönlich verfasst und liefern ein beredetes Zeichen für ihr Selbstverständnis und Selbstbewusstsein als bedeutende Malerin ihrer Zeit.
Ihr Porträt (nach dem Gemälde von Reynolds) war auf dem vorletzten Einhundert-Schillingschein, der 2006 seine Gültigkeit verliert.
Frau | Schweizer Maler Klassizismus | Geboren 1741 | Gestorben 1807
Angelica Kauffmann | Angelika Kauffman | Angelika Kauffman | Angelika Kauffmann
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