Androgyn (gr. andro- von ανήρ, gen.: ανδρος = Mann, -gyn von γυνή = Frau), weibliche und männliche Merkmale vereinigend; in der Biologie: zwittrig.
In der Medizin:
Beim Mann können dies sein:
Bei der Frau können dies sein:
Davon abgeleitet werden auch Menschen, welche sich bewusst als männlich und weiblich zugleich darstellen, oder anderen Menschen so erscheinen, als androgyn bezeichnet, unabhängig von ihrem Körper, wie beispielsweise androgyn gekleidete Männer innerhalb Teilen der Gothic-Kultur oder der ehemaligen New-Romantic-Szene. Dabei üben diese Menschen auf einige andere Menschen eine gewisse sexuelle Attraktivität aus und gelten nicht selten als Sexsymbol – wofür David Bowie ein sehr bekanntes Beispiel ist.
In vielen Schöpfungsmythen werden die menschlichen Wesen als androgyn beschrieben. In der persischen Mythologie lebte das erste Menschenpaar, Licht und Dunkelheit, im Garten Eden gemeinsam in einem Körper, bis Ahura Mazda sie trennte. Die griechischen Mythen erzählen eine ähnliche Geschichte: Prometheus formte den Menschen androgyn aus Lehm und Athene verlieh ihnen Leben. Göttervater Zeus trennte die ursprünglichen Kugelmenschen und entnahm dem weiblichen Körper ein Stück Lehm, welches er dem Manne ansetzte. So haben Frauen bis heute eine blutende Öffnung, Männer ein zusätzliches Stück Körper und beide fühlen sich zueinander hingezogen.
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