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Das Andreaskreuz ist ein Kreuz mit zwei diagonal verlaufenden sich kreuzenden Balken (X-artig, nach dem griechischen Buchstaben "Chi"). Der Name verweist darauf, dass der Apostel Andreas an einem solchen nach ihm benannten Kreuz gekreuzigt worden sein soll.
Eine Abwandlung ist das sogenannte Burgundische Andreaskreuz. Hierbei handelt es sich um die mehr oder weniger stilisierte Darstellung zweier gekreuzter, nur roh zugeschnittener Äste.
Bildergalerie
Bild:Saltire timber framing.png|Fachwerkbau: Andreaskreuz im Fachwerk.
Bild:Hazard_X.svg|Chemie: Andreaskreuz als Gefahrensymbol.
Bild:Cruzcarlista4.gif|Nationales und politisches Symbol: Carlistenkreuz.
Bild:Flag of the United Kingdom.png|Nationales und politisches Symbol: Union Jack.
Image:Flag of Jersey.svg|Andreaskreuz in der Flagge Jerseys
Bild:Andreaskreuz.png|Verkehrszeichen: Andreaskreuz als Verkehrszeichen.
Bild:Bahnübergang-de.jpg|Verkehrszeichen: Unbeschrankter Bahnübergang mit Andreaskreuz.
Bild:Andreaskreuz mit Model Monique.jpg|BDSM-Szene: Junge Frau am Andreaskreuz.
Fachwerkbau
Das Andreaskreuz ist eine der Grundprinzipien in
Fachwerkskonstruktionen, und eine Schmuckform im Fachwerk eines
Fachwerkshauses.
Gefahrsymbol
In der Chemie symbolisiert das Andreaskreuz als
Gefahrensymbol reizende (Xi) oder gesundheitsschädliche (Xn) Stoffe.
Nationales und politisches Symbol
Verkehrszeichen
Das Andreaskreuz wird als
Verkehrszeichen oder als
Symbol auf Verkehrszeichen verwendet und zwar:
- als Vorschriftzeichen (Zeichen 201 der StVO) unmittelbar vor Bahnübergängen mit der Bedeutung "Dem Schienenverkehr Vorrang gewähren",
- als Symbol auf dem Haltverbotszeichen (Zeichen 283 der StVO) mit der Bedeutung (absolutes) "Haltverbot auf der Fahrbahn",
- als Symbol auf dem Gefahrzeichen (Zeichen 102 der StVO) mit der Bedeutung: "Kreuzung oder Einmündung mit Vorfahrt von rechts".
Das Andreaskreuz am Bahnübergang besteht aus zwei gekreuzten weißen Balken mit roten Enden. Ein Blitzpfeil in der Mitte zeigt an, dass die
Bahnstrecke eine elektrische
Oberleitung besitzt. Ggf. zeigt ein Zusatzschild mit einem schwarzen
Pfeil an, dass das Andreaskreuz nur für den Straßenverkehr in Richtung dieses Pfeiles gilt. In Hafen- und Industriegebieten kann ein Zusatzschild mit der Aufschrift
"Hafengebiet, Schienenfahrzeuge haben Vorrang" oder
"Industriegebiet, Schienenfahrzeuge haben Vorrang" angebracht sein.
An Bahnübergängen mit Andreaskreuz haben Schienenfahrzeuge Vorrang; der Straßenverkehr darf sich dem Bahnübergang nur mit mäßiger Geschwindigkeit nähern. Straßenfahrzeuge müssen vor dem Andreaskreuz warten, wenn
- sich ein Schienenfahrzeug nähert,
- rotes Blinklicht oder gelbe oder rote Lichtzeichen gegeben werden,
- die Schranken sich senken oder geschlossen sind,
- ein Bahnbediensteter Halt gebietet.
Wenn rotes Blinklicht, gelbe oder rote Lichtzeichen gegeben werden oder die Schranken sich senken oder bereits geschlossen sind, müssen Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 t und Züge außerhalb geschlossener Ortschaften auf Straßen, auf denen sie von mehrspurigen Fahrzeugen überholt werden können, bereits unmittelbar nach den ca. 80 m vor dem Bahnübergang aufgestellten einstreifigen Warnbaken anhalten. Bis 10 m vor dem Andreaskreuz gilt ein absolutes Haltverbot. Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt bis zu je 5 m vor und hinter, außerhalb geschlossener Ortschaften bis zu je 50 m vor und hinter dem Andreaskreuz Parkverbot.
BDSM-Szene
In der
BDSM-Szene wird es im Rahmen von
Bondage- und SM-Spielen verwendet.
Das bis zu ca. 2,40 m hohe Kreuz wird aus Holz oder Metall gefertigt und hat an den Balkenende Ösen oder Haken zur Fixierung von Armen und Beinen mittels
Seilen,
Ketten,
Handschellen oder ähnlichem. Die Konstruktionen sind teilweise zwecks leichterem Transport oder Platzersparnis zerlegbar. Häufig sind sie auch mit Leder oder Kunstleder gepolstert. Während Andreaskreuze im BDSM-Bereich häufig an Wänden befestigt werden, existieren auch Ausführungen, die frei im Raum aufgestellt werden können.
Weblinks
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