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André Kertész (* 2. Juli 1894 in Budapest, Ungarn; † 27. oder 28. September 1985 in New York City ) war ein ungarischer Fotograf, der in der Geschichte der Fotografie einen besonderen Platz einnimmt.

Kertész wirkte vor allem in Paris und war über Jahrzehnte in der künstlerischen Fotografie stilbildend.

In der Aktfotografie der 1920er Jahre ging er mit seinen berühmten "Distorsions" (Verzerrungen) eigenwillige Wege, indem er seine Modelle mit Hilfe Zerrspiegeln in frappierenden Ansichten fotografierte. Wegweisend waren auch seine Sachfotografien, z.B. "Mondrians Brille" oder "Die Gabel", die gerade wegen ihrer klaren Einfachheit zu Inkunabeln der Fotografiegeschichte geworden sind. Nicht weniger bekannt sind viele Ansichten des Paris der Vorkriegszeit und des damaligen Lebens auf der Straße.

Immer in Schwarzweiß, hat er grafisch markante und oft überraschende Ansichten alltäglicher Situationen hervorgebracht: seien es senkrecht von oben aufgenommene Personen mit langen Schatten, Spuren von Fahrzeugen im frisch gefallenen Schnee oder ein kunstvoll ins Bild gesetzter Bordstein mit Schneeresten, den niemand eines Fotos für würdig erachten würde.

Auch in neuerer Zeit bis kurz vor seinem Tod war Kertész unermüdlich künstlerisch tätig.

Literatur


  • André Kertész. Momente eines Lebens. Kehl 1982, ISBN 3-89507-200-1
Repräsentativer Querschnitt einer 70-jährigen Karriere in 150 Bildern

Weblinks


Fotograf | Mann | Ungar | Geboren 1894 | Gestorben 1985

Αντρέ Κερτέζ | André Kertész | André Kertesz | André Kertész | アンドレ・ケルテス

 

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