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Die anatolischen Sprachen sind ein ausgestorbener Sprachzweig der indogermanischen Sprachfamilie, die in Anatolien im 2. und 1. Jahrtausend v. Chr. gesprochen wurden. Ihr wichtigster Vertreter ist das Hethitische. Die ältesten bislang gefundenen indogermanischen Schriftzeugnisse (17. Jh. v. Chr.) sind auf hethitisch verfasst.

Nach einer weitgehend akzeptierten - aber nicht unumstrittenen - These (Kurgan-Hypothese) sind die Träger der anatolischen Sprachen in zwei Wanderungswellen aus dem unteren Wolgagebiet (Südrussland) über den Kaukasus bzw. über die Balkan-Halbinsel nach Kleinasien eingewandert. Die anatolischen Sprachen bilden einen eigenständigen Zweig des Indogermanischen.

Anhänger der konkurrierenden Anatolien-Hypothese (z. B. Colin Renfrew) sehen in den anatolischen Sprachen den ältesten indogermanischen Sprachzweig und sehen Kleinasien als die ursprüngliche Heimat an.

Gliederung des anatolischen Zweigs der indogermanischen Sprachen:

Luwisch, Lykisch, Karisch, Pisidisch und Sidetisch werden gelegentlich als luwische Sprachen zusammengefasst, da sie näher verwandt zu sein scheinen.

Anatolische Sprache | Sprachfamilie

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