article

Anamnese (gr. "Erinnerung") ist das In-Worte-Bringen von Vergangenem.

Die christliche Liturgiewissenschaft bezeichnet mit Anamnese das feierliche Gedächtnis des Todes und der Auferstehung Christi innerhalb des eucharistischen Hochgebets, aber auch bei anderen sakramentalen Handlungen. Überliefert ist die Formel der Anamnese bereits in dem ältesten vollständig erhaltenen Eucharistiegebet, der Hippolyt von Rom (gest. um 235) zugeschriebenen Traditio Apostolica. Bereits hier wird das Gedenken an Christi Heilswirken verbunden mit der Darbringung der eucharistischen Elemente durch den Priester.

Die Reformatoren kritisierten, dass dadurch die Wohltat Gottes an uns zu einem Werk des Menschen an Gott verkehrt werde. Die Liturgiereform durch Martin Luther hat die Elemente aus der Anamnese herausgenommen, die nach seiner Meinung Christi Heilswerk schmälern. Überarbeitete Texte der Anamnese habe heute wieder Eingang in die Messliturgie der lutherischen Kirche, besonders durch die Evangelisch-Lutherischen Kirchenagende der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, gefunden.

Liturgie | Liturgische Gebete

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Anamnese (Liturgie)".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld