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Hier der konkrete Grund, warum dieser Artikel auf den QS-Seiten eingetragen wurde: Da ist wohl einiges schiefgegangen, das sind ja zwei Artikel in einem. Mir fehlt das Fachwissen, um den IP-Vandalismus von ernsthaften Edits zu trennen. --FritzG FritzG 21:12, 22. Mär 2006 (CET)


Anabolikadefinition

Anabolika werden synthetisch hergestellt und haben Verwandtschaft zum körpereigenen männlichen Sexualhormon Testosteron. Das Testosteron, das in den Zwischenzellen des Hodengewebes gebildet wird, weist zwei Wirkungen auf: 1.: Androgene, das heißt männlich sexualspezifische Wirkung: * Stimuliert Wachstum der männlichen Geschlechtsmerkmale, * fördert Ausbildung der sekundären, männlichen Geschlechtsmerkmale 2.: Anabole, das heißt eiweißaufbauende Wirkung:

  • Testosteron fördert die Proteinbiosynthese (Eiweißaufbau) in der quergestreiften Muskulatur

Anabolika werden daher im Sport sowohl zur Erhöhung der Muskelmasse und der Muskelkraft in Verbindung mit einer gesteigerten Nahrungsaufnahme als auch zur Steigerung der Wettkampfbereitschaft missbraucht. Ursprünglich wurden Anabolika zur Behandlung von Erkrankungen entwickelt, die mit vermehrtem Eiweißabbau zu tun haben. Eingesetzt wurden diese Stoffe bei fortschreitendem Muskelschwund, Kinderlähmung und Tumorpatienten. Im Sport sollten Anabolika zur wirksameren Gestaltung des Muskeltrainings von den Sportlern eingenommen werden, da aus der Eiweiß aufbauenden Wirkung geschlossen wurde, dass aufgrund der gesteigerten Eiweißzufuhr eine größere Kraftzunahme pro Trainingsabschnitt eintreten kann. Untersuchungen haben ergeben, dass Anabolika den Trainingseffekt bei einer noch nicht maximalen Testosteronproduktion von Jugendlichen verstärken. (SW)

Ein Anabolikum (Mehrzahl Anabolika; griechisch αναβολικό, dies von αναβολή, anawolí - eigentlich die Vertagung, Aufschiebung) ist eine Substanz, die den körperlichen Aufbau unterstützt, also eine "anabole" (Aufbau förderne) Wirkung hat.

Fälschlicherweise versteht man unter Anabolika meist die anabolen Steroide, bei denen es sich um künstlich hergestellte, dem männlichen Sexualhormon Testosteron ähnliche Hormone handelt. Ebenfalls als Anabolika gelten jedoch die sogenannten Beta-2-Agonisten - der bekannteste Wirkstoff aus dieser Gruppe ist zur Zeit Clenbuterol, der ursprünglich als Asthmatikum entwickelt, dann aber Aufgrund der fettverbrennenden und muskelaufbauenden Wirkung für die Viehzucht verwendet, und über diesen Umweg zum Sport-Doping gebracht wurde.

Die Wirkung von Anabolika gründet sich auf ihren Einfluss auf den Aufbaustoffwechsel (Anabolismus) des menschlichen Körpers, wobei hier insbesondere der Eiweißaufbau gefördert wird. Dabei wird die Synthese von Eiweiß im Organismus verstärkt sowie gleichzeitig der Abbau der körpereigenen Eiweißvorräte vermindert. Bei gleichzeitigem intensiven Training kann durch die durch Anabolika erhöhte Proteinresynthese die Muskeln-Hypertrophie beschleunigt werden.

Anabole Steroide gelten im Sport als unerlaubt leistungsfördernd und sind daher als Dopingmittel verboten.

Mittlerweile gibt es für jede Hochleistungssportart speziell bevorzugte Mittel und Medikamente, die zur Leistungsförderung eingesetzt werden. Beim Doping geht es nicht immer nur um Muskelaufbau, sondern auch um mehr Ausdauer, Schnellkraft, Schmerzunempfindlichkeit, Steuerung des Wasserhaushalts, etc.. (Endlosliste)

Anabolika, zum Beispiel das bekannte Nandrolon, werden in der Medizin zur Behandlung von Osteoporose (vor allem bei Frauen) eingesetzt; allerdings in einer weit niedrigeren Dosierung (ca. 25-50mg/pro Monat) als bei der (missbräuchlichen) Anwendung wie zum Beispiel beim Bodybuilding (bis zu 200mg/Tag). Anabolika werden auch bei Störungen der Blutbildung, langandauernden Kortikoidtherapien, Leberkrankheiten und aplastischen Anämien verwendet. Bei zu hoher Dosierung (missbräuchlicher Anwendung) kommt es bei Frauen bald zur Vermännlichung wie beispielsweise zu unwiderruflichen Veränderungen der Stimme, starkem (unnatürlichen) Sexualdrang und ausgeprägtem Haarwuchs; bei Männern unter Anderem zu (erhöhter) Aggressivität und Wassereinlagerungen ("aufgeschwemmtes Aussehen") - je nach Wirkstoff unterschiedlich stark ausgeprägt. Nach dem Absetzen, dem Beenden der Zufuhr exogener (körperfremder) Hormone, sind temporär, bis zur Wiederaufnahme der endogenen (körpereigenen) Testosteronproduktion, Verlust der Libido (Impotenz) sowie Depressionen möglich. Um die Wiederaufnahme der endogenen Testosteronproduktion beim Mann zu beschleunigen, werden Anti-Östrogene zugeführt. (bekannte Wirkstoffe sind zum Beispiel clomiphen citrate und taxomifen citrate).

Sport | Stoffgruppe | Anabolikum

 

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