Ana Fidelia Quirot (* 23. März 1963 in Santiago de Cuba) ist eine ehemalige kubanische Leichtathletin und Olympionikin.
Bei den XVV. Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona, Spanien, gewann sie die Bronzemedaille im 800-Meter-Lauf hinter der Niederländerin Ellen van Langen und der für das vereinte Team der GUS startenden Russin Lilia Nurutdinowa.
Die bildschöne Quirot erlitt nach den Olympischen Spielen 1993 ein schweres Schicksal: In der Küche in ihrer Wohnung in Havanna explodierte ein Kerosinkocher, verbrannte ihr Gesicht. Bei der Explosion verlor sie auch ihr ungeborenes Kind, sie war im sechsten Monat schwanger. Ihre Karriere schien beendet, doch nach unzähligen Operationen und eisenhartem Willen begann sie wieder zu trainieren und siegte über 800 m bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Göteborg.
Bei den XXVI. Olympischen Sommerspielen 1996 in Atlanta gewann sie, eigentlich als Favoritin für Gold gehandelt, die Silbermedaille hinter der Russin Swetlana Masterkowa und vor Maria Mutola aus Mosambik. Bei den Weltmeisterschaften 1997 in Athen gewann sie wieder Gold über 800 m.
Am 2. März 2001 wurde sie, zusammen mit dem sechsfachen Weltmeister und dreifachen Olympiasieger als Boxer Félix Savón und der dreifachen Olympiasiegerin und zweifachen Weltmeisterin im Volleyball Mireya Luis, in der extra für Sportler erbauten Stadt Ciudad Deportiva aus dem aktiven Sportlerleben verabschiedet. Bei der Verabschiedung war Präsident Fidel Castro anwesend, der die Sportler persönlich beglückwünschte und verabschiedete.
Frau | Leichtathlet (Kuba) | Geboren 1963 | 800-Meter-Läufer | Weltmeister (Leichtathletik)
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