Die Amtshauptmannschaft Flöha wurde am 1. Januar 1874 konstituiert.
Am 19. März 1874 entschied man sich für den Standort Flöha, das damit das einzige Dorf in Sachsen war, das eine Amtshauptmannschaft erhielt. Mit Wirkung vom 15. Oktober 1874 erhielt Flöha den Sitz der Amtshauptmannschaft. Zunächst hatte sie ihre Amtsräume im Haus des Gemeindevorstandes Liebert am Schulberg in Flöha. Vom Sommer 1875 an wurde im heutigen Ortsteil Plaue gebaut; Einzug wurde im Oktober 1876 gefeiert.
Zur Amtshauptmannschaft gehörten die Städte und Gemeinden Altenhain, Auerswalde, Augustusburg, Börnichen bei Grünhainichen, Börnichen bei Öderan, Borstendorf, Braunsdorf, Breitenau, Dittersbach, Dittersdorf, Dittmannsdorf, Dorfschellenberg, Ebersdorf, Eppendorf, Erdmannsdorf, Falkenau, Flöha, Frankenberg, Frankenstein, Gahlenz, Garnsdorf, Görbersdorf, Gornau, Grünberg, Grünhainichen, Gückelsberg, Gunnersdorf, Hartha, Hausdorf, Hennersdorf, Hetzdorf, Hohenfichte, Hohndorf, Irbersdorf, Kirchbach, Krumhermersdorf, Kunnersdorf, Leubsdorf, Lichtenwalde, Marbach, Memmendorf, Merzdorf, Metzdorf, Mühlbach, Neudörfchen, Niederlichtenau, Niederwiesa, Oberlichtenau, Oberwiesa, Oederan, Ortelsdorf, Plaue-Bernsdorf, Sachsenburg, Schlößchen Porschendorf, Schönerstadt, Thiemendorf, Waldkirchen, Weißbach, Wingendorf, Witzschdorf und Zschopau.
Zur Amtshauptmannschaft Flöha gehörten 1900 noch die folgenden selbständigen Gutsbezirke (überwiegend Forst- bzw. Rittergutsbezirke). Diese Bezirke unterlagen nicht der Gemeindeverfassung und sind somit bei den oben aufgeführten Gemeinden nicht erfaßt, obwohl sie überwiegend bewohnt waren: Rittergut Auerswalde, Staatsforstrevier Augustusburg, Rittergut Börnichen, Staatsforstrevier Borstendorf, Gut Dittersdorf, Staatsforstrevier Dittersdorf, ittergut Erdmannsdorf, Staatsforstrevier Frankenberg, Rittergut Krumhermersdorf, Staatsforstrevier Lengefeld (Anteil), Rittergut Lichtenwalde, Gut Neubau, Staatsforstrevier Plaue, Kammergut Sachsenburg, Landesanstalten Sachsenburg, Rittergut Schlößchen-Porschendorf, Rittergut Weißbach, Rittergut Wingendorf.
Amtshauptmann war:
Herr Dr. Karl Richard Oesterhelt war anschließend Amtshauptmann in Oschatz und wurde im August 1937 sogar Kreishauptmann (Regierungspräsident) von Zwickau. Im November 1944 wurde er dort in den Ruhestand versetzt. Nach ihm wird die Braunsdorfer Brücke im Niederwieaer Ortsteil Braunsdorf Oesterhelt-Brücke genannt.
1900 schlossen sich die Amtshauptmannschaften Flöha, Annaberg, Chemnitz, Glauchau und Marienberg zur neuen Kreishauptmannschaft Chemnitz zusammen.
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