Amtsberg ist eine Gemeinde im Mittlerer Erzgebirgskreis in Sachsen.
Geografie
Geografische Lage
Die Gemeinde Amtsberg liegt zwischen den Flüssen
Zwönitz und
Zschopau.
Der höchste Punkt des Ortes ist die Dittersdorfer Höhe mit 553 m.
Der Ortsteil Dittersdorf ist ein
Waldhufendorf. Es liegt in einer Südwest-Nordost-Richtung vom Zwönitztal bis zur Dittersdorfer Höhe.
Der Ortsteil Weißbach (ebenfalls ein Waldhufendorf) liegt südlich von Amtsberg in west-östlicher Richtung.
Östlich von Weißbach befindet sich der Ortsteil Schlößchen, ein ehemaliges Vorwerk.
Der Ortsteil Wilischthal am Zusammenfluss von Zschopau und Wilisch befindet sich südlich von Weißbach und Schlößchen.
Nachbargemeinden
Im Nordwesten grenzt die Stadt
Chemnitz mit den Ortsteilen Einsiedel und Kleinolbersdorf-Altenhain an die Gemeinde, im Westen
Burkhardtsdorf mit dem Ortsteil Kemtau, im Norden
Gornau/Erzgeb., im Osten
Zschopau im Süden
Venusberg und im Südwesten
Gelenau/Erzgeb.
Gliederung
Amtsberg hat folgende Ortsteile
- Dittersdorf
- Weißbach
- Schlößchen
- Willischthal
Geschichte
Dittersdorf
Im Jahr
1352 wird Dittersdorf als Herkunftsbezeichnung des
Chemnitzer Bürgers
Jan von Dithrichsdorf erstmals urkundlich erwähnt.
1359 ist die Bezeichnung
Ditherichstorf,
1460 Dittersdorff bezeugt. Bereits
1455 wurden die Herren von Einsiedel mit Dittersdorf belehnt. Die seit der Reformation, die in diesem Landesteil
1539 Einzug hielt, zu zwei
Parochien gehörende Gemeinde wurde
1579 vollständig der Parochie Einsiedel zugeschlagen. Während des
Dreißigjährigen Krieges wurde das Rittergut von kaiserlichen Truppen niedergebrannt.
1680 wurde Dittersdorf eine Filialkirche der Parochie Weißbach. Der
1680 begonnen Bau der Kirche wurde
1730 unter dem Patronat von Curt Heinrich von Einsiedel fertiggestellt. Nach dessen
1808 ging Dittersdorf in das Eigentum der Louise Henriette Auguste Renate von Düben, geb. Gräfin von Schönburg-Forderglauchau, über. Im Jahr
1858 wurde die
Alte Schule erbaut,
1878 die freiwillige Feuerwehr gegründet.
Am 1. Oktober
1885 wurde Dittersdorf eine eigene Parochie.
1907 erfolgte der Bau eines Elektrizitätswerkes, das
1922 stillgelegt wurde. Seitdem erfolgte die Versorgung vom E-Werk
Oberlungwitz aus.
1924 bis
1928 erfolgte der Bau eines Wasserwerkes und
1926 der Anschluss ans Gasnetz.
Bei Bombenangriffen am 12. Februar und 5. März 1945 wurden 18 Gebäude völlig und 6 teilweise zerstört. Es starben 16 Einwohner.
Vom 8. Juli bis zum 11. Juli
1954 kam es zu einem Hochwasser der Zwönitz.
1961 wurde ein neues Rathaus eingeweiht.
Am 1. Januar
1994 vereinigten sich die Orte Dittersdorf, Schlößchen und Weißbach zur Gemeinde Amtsberg.
Schlößchen und Wilischthal
Das
1500 erstmals urkundlich erwähnte
Burssendorff wurde
1560 als
Forwerck Borschendorf bezeichnet. Das Vorwerk wechselte im Laufe der Zeit häufig den Besitzer. Allein zwischen 1560 und
1800 sind sechs verschiedene Eigentümer erwähnt. Im Laufe der Zeit ging man dazu über, Porschendorf auch Schlößchen zu nennen, wie ein urkundlicher Beleg aus dem Jahr
1791 zeigt, in dem sich die Bezeichnung
Porschendorf, oder Schlößgen findet.
Aus einer im Jahr
1792 errichteten Getreidemühle und späteren Fabrik an der Wilisch entstand um
1856 der Ortsteil Wilischthal.
1896 wurde ein Schulgebäude errichtet. In den Jahren
1925 bis
1937 erfolgte der Aufbau einer zentralen Wasserversorgung.
1939 benannte man
Schlößchen-Porschendorf in
Schlößchen um.
1948 wurden große Teile des Vorwerkes abgebrochen.
1972 stellte man den Schulunterricht ein. Die Schüler müssen seitdem die Schule in
Zschopau besuchen.
Weißbach
Erstmals
1452 ist von der
Wispacher flure die Rede,
1486 sind die Bezeichnungen
Weisebach und
Weispach urkundlich bezeugt. Im selben Jahr wurde das Rittergut an Heinrich von Einsiedel auf
Scharfenstein verkauft.
1673 wurde Weißbach eigenständige Parochie. Bis dahin war es eine Filialkirche von
Gelenau.
1782 errichtete man ein Schulgebäude . Am
18. Juni 1891 erfolgte die Gründung der freiwilligen Feuerwehr. Ab
1907 wurde Weißbach vom
Gemeindewerk Dittersdorf mit Elektroenergie versorgt.
1910 wurde ein neues Schulgebäude errichtet.
1925 bis
1933 erfolgte der Bau der Gemeindewasserleitung und bis
1927 wurde eine Gasleitung des Gaswerkes
Zschopau in die Hauptstraße verlegt.
1978 bis
1980 erfolgte der Bau einer Wasserleitung im unteren Ortsteil und
1998/
1999 die Verlegung von Abwasserleitungen und der Bau einer Containerkläranlage.
1998 war der Baubeginn des Wohngebietes Eichelberg und
2005 erfolgte die Neuverlegung des Bundesstraße 180 zwischen der Kreuzung B 174 und Ortseingang Weißbach.
Religionen
In den Ortsteilen von Amtsberg befinden sich
evangelisch-lutherische Kirchgemeinden. In Dittersdorf und Weißbach gibt es außerdem
evangelische-methodistische Kirchengemeinden.
Eingemeindungen
Am 1. Januar
1994 vereinigten sich die Gemeinden Dittersdorf, Weißbach und Schlößchen mit dem Ortsteil Wilischthal zur Gemeinde Amtsberg.
Politik
Gemeinderat
Der
2004 gewählte Gemeinderat besteht aus 15 Gemeinderäten. Davon werden 11 von der
CDU, 3 von der
SPD und einer von der
PDS gestellt.
Bürgermeister
Bürgermeister ist seit
1994 Silvio Krause
(CDU).
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Amtsberg wird von der
B 180 durchzogen, des Weiteren besteht in Dittersdorf Anschluss an die die
B 174. In Dittersdorf befindet sich außerdem eine Haltestelle der
Zwönitztalbahn.
Bildung
In Weißbach befindet sich eine Mittelschule und in Dittersdorf eine Grundschule.
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