| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Ammerbuch.png | Karte_ammerbuch_in_deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Tübingen |
| Region: | Neckar-Alb |
| Landkreis: | Tübingen |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 384 m ü. NN |
| Fläche: | 49,99 km² |
| Einwohner: | 11.486 (31.Mai 2006) |
| Bevölkerungsdichte: | 230 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 72117-72119 |
| Vorwahlen: | 07073 und 07032 |
| Kfz-Kennzeichen: | TÜ |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 16 048 |
| Gemeindegliederung: | 6 Ortsteile |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Kirchstraße 6 72119 Ammerbuch |
| Offizielle Website: | www.ammerbuch.de |
| E-Mail-Adresse: | bma@ammerbuch.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Friedrich von Ow-Wachendorf |
Seit 1750 wurde in Reusten Muschelkalk abgebaut, der letzte Steinbruch wurde 1970 eingestellt. In Breitenholz, Entringen, Poltringen und Altingen wurde Gips abgebaut, heute ist allerdings nur noch der Gipssteinbruch in Altingen in Betrieb. In den südlichen Dörfern an der Ammer gab es zeitweise Lehmgruben. Im nördlichen Schönbuch, aber auch in Breitenholz wurde seit 1383 Sandstein gebrochen.
Herrenberg ¹, Tübingen, Rottenburg am Neckar und Gäufelden ¹
Der Verwaltungssitz ist Entringen.
Auf dem Schopfloch in Pfäffingen wurde ein keltischer Friedhof aus der Zeit um 500 v. Chr. gefunden.
In Pfäffingen, Entringen und Poltringen finden sich Grundmauern römischer Gutshöfe. Eine Römerstraße, die später auch Königsstraße oder Ammertalstraße genannt wurde, führte von Sumelocenna (=Rottenburg) über Unterjesingen, Poltringen, Reusten und Altingen nach Herrenberg und weiter bis Portus (=Pforzheim). Von 84-260 n. Chr. wurde das Ammertal von den Römern beherrscht, bevor diese von den Allemannen verdrängt wurden.
Im 3. Jahrhundert siedelten sich die aus Norddeutschland stammenden Allemannen unter anderem im Ammertal und an den Schönbuchhängen an. Vermutlich im 5. oder 6. Jahrhundert entstanden so die sechs Dörfer, die heute Ammerbuch bilden.
Die Dörfer befanden sich lange Zeit im Besitz der Grafen von Nagold, später auch ihrer Rechtsnachfolger, der Grafen von Tübingen. Jedes Dorf war mit einer Burg befestigt.
Um 1293 verkauften die Pfalzgrafen von Tübingen ihren Besitz an das Kloster Bebenhausen. Dieses baute seinen eigenen Herrschaftsbereich auf, deren Sitz das Schloss Roseck oberhalb von Entringen und Unterjesingen am Schönbuchrand war. In Entringen, Altingen, Poltringen und Pfäffingen gab es außerdem reichsunmittelbare Rittergüter, die nicht dem Landesherren unterstanden.
Nach der Auflösung des Klostes Bebenhausen 1534/35 kamen die Dörfer zum größten Teil an das Herzogtum Württemberg und wurden evangelisch. Pfäffingen gelangte 1699 an Württemberg, die Hälfte von Altingen, zwei Drittel von Poltringen und ein Teil Reustens kamen in österreichischen Besitz und wurden als Teil Vorderösterreichs teilweise katholisch.
1806 belohnte Napoleon Württemberg für seine Bündnistreue dadurch, dass die vorderösterreichischen Landesteile um Rottenburg an Württemberg fielen. Die Dörfer wurden ab 1808 vom Oberamt Herrenberg verwaltet. In der Neuordnung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1938 fielen sie zum Landkreis Tübingen.
Im Jahr 1971 schlossen sich die sechs Dörfer zur Gemeinde Ammerbuch zusammen. Mit der Gründung von Ammerbuch wurden gleichzeitig die früheren Gemeinden Altingen, Breitenholz, Entringen, Pfäffingen, Poltringen und Reusten aufgelöst.
Der Baum symbolisiert den Schönbuch, das Gewässer die Ammer. Die sechs emporstrebenden Äste und die sechs bodenständigen Wurzeln der Buche repräsentieren die sechs Dörfer, die heute Gemeindeteile Ammerbuchs sind.
Hier sind die historischen Gemeindewappen wie sie bis 1971 verwendet wurden:
Die Ammertalbahn führt durch das Gemeindegebiet und bietet Anschluss Richtung Herrenberg an die Eisenbahnlinie Stuttgart - Singen - Zürich und Richtung Tübingen. Die Ammertalbahn fuhr 1910 zum ersten Mal, wurde 1966 aber stillgelegt. Erst im Jahr 1999 wurde der Betrieb wieder aufgenommen.
Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 110. Der Ortsteil Altingen liegt auf der Wabengrenze 110/501, der Ortsteil Pfäffingen auf der Wabengrenze 110/111.
Nördlich von Poltringen befindet sich der Landeplatz des Flugsportvereins Poltringen. Der Platz ist für kleine einmotorige Maschinen sowie für Segelflugzeuge ausgelegt.
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