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Amerikanistik bezeichnet

  • die Geschichtswissenschaft über die vorkolumbischen Indianervölker Amerikas und ihrer Kulturen (auch: Altamerikanistik).
  • das Studium der Literatur, Sprache und Kultur der USA/Nordamerikas. Früher war die Amerikanistik weitgehend mit der Anglistik identisch. An vielen Universitäten finden Veranstaltungen für das Grundstudium und teilweise auch Hauptstudium gemeinsam statt), statt englischer Literatur werden jedoch nordamerikanische Autoren/Künstler behandelt. In einigen Universitäten (z. B. FU Berlin, HU Berlin, Universität Tübingen) ist die Amerikanistik in den englischen Seminaren ein eigenständiger Studiengang.
  • Innerhalb der Amerikanistik gibt es auch die Abzweigung zur Kanadistik, da viele Amerikanisten der Meinung sind, die englischsprache Literatur Kanadas unterscheide sich erheblich von der US-Literatur. (Anderer kultureller Hintergrund und andere Themenwahl der Literaten.) Berühmte anglo-kanadische Schriftsteller sind Michael Ondaatje und Margaret Atwood.
  • Die Sprache und Kultur der südamerikanischen Staaten zählt teilweise zur Romanistik.
  • Auch die Sprache und Kultur des frankophonen Teils von Kanada zählt zur Romanistik.

Einen guten Einblick in die Entwicklung der Amerikanistik bietet die Jubiläumsnummer der Zeitschrift Amerikastudien /American Studies (50.1/2, 2005), die 1956 als Jahrbuch für Amerikastudien gegründet wurde.

Literatur


Einführungen:
  • Ansgar Nünning, Andreas H. Jucker: Orientierung Anglistik, Amerikanistik. Hamburg, 1999.
  • Neill Campbell, Alasdair Kean: American Cultural Studies. Routledge 1997.

Geschichte:

  • Frank-Rutger Hausmann: Anglistik und Amerikanistik im Dritten Reich. Frankfurt/Main, 2003.

Siehe auch


Amerikanistik

American studies

 

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