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(Details)

Amtssprache Englisch
Hauptstadt Charlotte Amalie
Staatsform nichtinkorporiertes US-amerikanisches Außengebiet
Staatsoberhaupt George W. Bush
Regierungschef Gouverneur Dr. Charles Wesley Turnbull
Fläche 349 km²
Einwohnerzahl 108.708 (Stand Juli 2005)
Bevölkerungsdichte 311 Einwohner pro km²
Währung US-Dollar (USD)
Zeitzone UTC -4
Nationalhymne
Kfz-Kennzeichen
Internet-TLD .vi
Vorwahl +1 340
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Karte Amerikanische Jungferninseln.png
Die Amerikanischen Jungferninseln (engl.: the Virgin Islands of the United States) sind eine Inselgruppe der Kleinen Antillen in der Karibik, östlich von Puerto Rico gelegen. Die Inseln sind ein nichtinkorporiertes US-amerikanisches Außengebiet.

Geographie


Die drei Inseln Saint Croix, Saint John und Saint Thomas zusammen bilden die Amerikanischen Jungferninseln. Die Landschaft ist größtenteils steinig, hügelig bis gebirgig mit nur wenig ebener Fläche. Der höchste Punkt ist der Crown Mountain mit 474 m.

Das Klima ist subtropisch, gemäßigt durch östliche Winde mit einer niedrigen Luftfeuchtigkeit und nur geringen Temperaturunterschieden über das Jahr. Die Regenzeit ist von Mai bis November. Die Inseln liegen entlang der Anegada-Passage, einem Schifffahrtsweg zum Panama-Kanal.

Die Inseln waren in den letzten Jahren mehreren Tropenstürmen ausgesetzt. Häufig sind schwere Dürreperioden oder auch Überschwemmungen, gelegentlich ereignen sich Erdbeben. Es mangelt an natürlichen Süßwasservorkommen.

Bevölkerung


Die Amerikanischen Jungferninseln haben ca. 125.000 Einwohner. 42 % sind Baptisten, 34 % Katholiken und 17 % Anglikaner. Neben der Amtssprache Englisch wird noch spanisch und kreolisch gesprochen. Das hier früher auch gesprochene Kreoldänisch ist mit seinem letzten Sprecher im 20. Jahrhundert ausgestorben.

Geschichte


1493 entdeckte Christoph Kolumbus die von Ureinwohnern bewohnten Inseln. Aufgrund ihrer großen Zahl und Schönheit nannte er sie die „Jungfraueninseln“ (Santa Ursula y las Once Mil Vírgenes, kurz: Las Vírgenes) nach der Legende von der Heiligen Ursula und ihren 11.000 Gefährtinnen, die bei Köln ihr Martyrium erlitten haben sollen.

Nach Siedlungsversuchen der Spanier und Franzosen kamen die Amerikanischen Jungferninseln im 17. Jahrhundert in dänischen Besitz (Dänisch-Westindien). 1672 errichteten dänische Siedler auf Saint Thomas die erste ständige Siedlung, 1685 schloss der kurbrandenburgische Marine-Generaldirektor Benjamin Raule mit Vertretern der Dänisch-Westindisch-Guinesischen Compagnie einen Vertrag über die Vermietung eines Teils von St. Thomas an Brandenburg (siehe: St. Thomas (Brandenburg)). 1689 besetzte Brandenburg die zwischen Saint Thomas und Puerto Rico liegende Krabbeninsel.

1693 beschlagnahmten die Dänen ohne Widerstand die brandenburgischen Faktoreien. Am 13. August 1720 unterzeichnete der preußische König Friedrich Wilhelm I. eine Urkunde, in der er, gegenüber der holländischen Handelsgesellschaft, auf alle ehemaligen brandenburgischen Gebiete in Afrika (Arguin, heute Mauretanien und Groß Friedrichsburg an der Goldküste, heute Ghana) und St. Thomas (Jungferninseln, USA), verzichtete. 1694 breiteten die Siedler sich auch auf Saint John aus. Saint Croix, zunächst in französischem Besitz, wurde 1733 von Dänemark erworben. Bedeutung erlangte der Handel mit Dänisch-Westindien für die damals dem dänischen Gesamtstaat zugehörige Stadt Flensburg (vor 1864) durch den Import und die Verarbeitung von Rohrzucker. 1848 kam es hier zu einem Sklavenaufstand gegen die Dänen. Weil die Vereinigten Staaten im Ersten Weltkrieg in diesem Gebiet einen Marinestützpunkt benötigten, erwarben sie die Inseln 1917 für 25 Millionen Dollar von Dänemark.

Siehe auch: Liste der Gouverneure der Amerikanischen Jungferninseln

Infrastruktur


Das Straßennetz der Inseln ist 856 km lang. Die Inseln sind das einzige Besitztum der USA mit Linksverkehr.

Saint Thomas hat einen der besten Naturhäfen der Karibik. Daneben gibt es noch Häfen in Christiansted, Cruz Bay und Port Alucroix.

Ferner gibt es 4 Flughäfen: Saint John Island auf der Insel Saint John (IATA-Flughafencode: SJF), Downtown Heliport auf der Insel Saint Croix (IATA-Code: JCD), Henry E. Rohlson Airport auf der Insel Saint Croix (IATA-Code: STX) und Saint Thomas auf der Insel Saint Thomas (IATA-Code: STT).

Wirtschaft


Der Schwerpunkt der Wirtschaft liegt auf dem Tourismus, welcher für mehr als 70 % des Bruttosozialproduktes und 70 % der Beschäftigungsverhältnisse sorgt. Im Schnitt besuchen jährlich 2 Millionen Touristen die Inseln.

Der industrielle Sektor besteht vor allem aus Erdölraffinerien und der Herstellung von Textilien, Elektronik, pharmazeutischen Produkten und dem Zusammenbau von Uhren.

Die Landwirtschaft ist unbedeutend; die meisten Nahrungsmittel müssen importiert werden.

Internationaler Handel und der Finanzsektor sind ein kleiner, aber wachsender Teil der Wirtschaft. Eine der weltweit größten Erdölraffinerien steht auf Saint Croix.

Kultur


Feiertage

Datum Name Deutscher Name Anmerkungen
1. Januar Neujahr
Januar Gedenktag für Martin Luther King
Februar Tag des Präsidenten Gedenktag an die Geburt von George Washington und Abraham Lincoln
März Umschreibungstag Am 31. März 1917 kauften die USA die Inseln von Dänemark.
März/April Ende der Karnevalswoche
März/April Gründonnerstag, Karfreitag und Ostermontag Ostern
Mai Tag der Erinnerung am letzten Montag im Mai zu Ehren an die im Krieg gefallenen Soldaten.
Juni Gründungsstatut Tag 2 Tage
3. Juli Tag der Emanzipation 1848 zum Ende der Sklaverei auf den dänischen Westindischen Inseln gewährt.
4. Juli Unabhängigkeitstag der USA
Juli Sturm Flehen Tag
September Tag der Arbeit am ersten Montag im September
Oktober Kolumbus-Tag am 2. Montag im Oktober
Oktober Sturm Erntedankfest
17. Oktober Tag der Freundschaft mit Puerto Rico
November Erntedankfest
November Tag der Befreiung (Hamilton Jackson Heldengedenktag) Feiern zur ersten freien Presse in 1915
11. November Tag der Kriegsveteranen Gedenktag für alle, die in der US Army gedient haben.
25. Dezember Weihnachten 1. Weihnachtsfeiertag

Literatur


Brandenburgische Entwicklungspolitische Hefte, 31/1999: Zur brandenburgischen Kolonialgeschichte: Die Insel St. Thomas in der Karibik *Die deutschen Kolonien, Graudenz/Schindler, Weltbild Verlag, Das Volksbuch unserer Kolonien, Paul H. Kuntze, Georg Dollmheimer Verlag, Leipzig 1938

Weblinks



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