| American Quarter Horse | |
|---|---|
| Brauner.JPG | |
| wichtige Daten | |
| Ursprung: | USA, 18. Jahrhundert |
| Hauptzuchtgebiet: | USA |
| Verbreitung: | weltweit verbreitet |
| Stockmaß: | 145 - 165 cm |
| Farben: | alle Farben bis auf Weißisabellen |
| Haupteinsatzgebiet: | Westernreiten |
| Brandzeichen | |
| in den USA züchterspezifisch | |
Alle Farben kommen vor, seit 2004 können auch gescheckt geborene Quarter Horses bei der American Quarter Horse Association registriert werden, vorausgesetzt beide Elternteile sind registrierte Quarter Horses, nachgewiesen durch eine Genotypisierung beider Eltern und des Fohlens. Ist ein Elternteil ein Paint Horse, so kann das Fohlen nur bei der American Paint Horse Association als Paint Horse registriert werden. Ausgedehnte Abzeichen gelten jedoch nach wie vor als unerwünscht und nicht charakteristisch für die Rasse.
Besonders typisch ist die Fellzeichnung „Buckskin“. Der Begriff kommt aus dem amerikanischen und bedeutet soviel „Falbe“. Diese Bezeichnung hat sich in der Zucht des Quarter Horses etabliert. Auf den ersten Blick sind diese Pferde schlicht sandfarbend. Sie weisen jedoch eine Menge unterschiedlicher Schattierungen und Abzeichen auf. Die Farbvarianten reichen von gelb oder gold mit schwarzen Abzeichen, Aalstrich und teilweise auch Zebrastreifen bis zu Rot- und Mausfalben. Weiße Abzeichen sind ungern gesehen und sind nur unterhalb des Karpal- bzw. Sprunggelenkes erlaubt.
Aus der Kombination dieser Rassen und den Abkömmlingen der spanischen Pferde entstand das American Quarter Horse, eine in Typ und Charakter unverwechselbare Pferderasse.
Der Name leitet sich von den Quarter Mile Races ab, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts in den Städten der Südstaaten populär waren. Dabei handelte es sich um Rennen, bei denen einfach die Hauptstraße über eine etwa 440 yards (ca. 400 m) lange Strecke abgesperrt wurde und zwei Pferde gegeneinander antraten (Match Race).
Bei der Eroberung des Westens spielte das American Quarter Horse eine wesentliche Rolle. Nur die härtesten und leistungsfähigsten Tiere bestanden im täglichen Kampf ums Überleben. Sie waren unerlässliche Partner der Cowboys, zogen aber auch den Pflug des Farmers oder am Sonntag die Kutsche zur Kirche, um anschließend ausgespannt zu werden und ein Rennen zu laufen. Diese Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit wurde zu einem wesentlichen Merkmal, das die Rasse bis heute beibehalten hat.
Das klassische, muskulöse aber schnelle und wendige Quarter Horse wird heute als "stock type" bezeichnet. Seine spätere Spezialisierung hat zu mehr oder weniger deutlich davon abweichenden Typen geführt. Sie werden nach den entsprechenden Turnierdisziplinen des Westernreitens benannt. Der "Halter"-Typ ist gewissermaßen der Bodybuilder unter den Quarter-Horses, die ohnehin ausgeprägte Bemuskelung wird hier extrem. "Pleasure"-Pferde sind leichter, tendieren vom Typ her gelegentlich einen Tick Richtung Araber (Kopf). Rein auf Leistung und weniger auf Aussehen gezüchtet sind die Pferde für die Rinderarbeit, deren "Cow Sense" ihnen ermöglicht, nahezu selbständig mit Rindern zu arbeiten und "Reining"-Pferde, die relativ klein und leicht und dadurch extrem wendig sind. Eine spezielle Linie stellen die Renn-Quarter dar: noch heute sind die Rennen über Kurzstrecken die höchstdotierten in den USA. Hier wurde sehr stark Vollblut eingekreuzt, die einzige Einkreuzung, die auch heute noch erlaubt ist. Tiere aus solchen Kreuzungen werden in ein sogenanntes Appendix-Register des Zuchtbuchs eingetragen und können sich durch Turnier- oder Rennerfolge vollständige AQHA-Papiere verdienen.
Das American Quarter Horse ist mit über 4,5 Millionen registrierten Pferden die zahlenmäßig größte Pferderasse der Welt.
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