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Amenhotep II.
hier mit dem Zusatz:
Ntjr-Hqa-Jwnw
(Jmn-Htp, ntr-hqa-jwnw)
Amun ist gnädig (zufrieden), Gott und Herrscher von Heliopolis Aa-cheperu-Rê
(aA-xprw-Ra)
Groß sind die Erscheinungen des Re

Namen
Geburtsname
Thronname
auf Deutsch Amenophis
griechisch Amenophis II.

Amenophis II. war ein Pharao Ägyptens, 18. Dynastie, um 1428 - um 1397 v. Chr. (Helck: 1413 - 1388, Krauss: 1426 - 1400 v. Chr.)

Weitere Namen


  • Horusname: Starker Stier, mit großer Kraft (und Varianten)
  • Nebtiname: Reich an Macht, der in Theben inthronisiert ist (bzw. Mit glänzenden Erscheinungen/Kronen in Karnak)
  • Goldname: Der mit seiner Macht in allen Ländern erobert

Familie


  • Vater: Thutmosis III.
  • Mutter: Merit-Rê-Hatschepsut
  • Geschwister: Thutmosis, Amenemhet, Nefertari, Merit-Amun, Baket
  • Ehefrau: Tiaa
  • Söhne: Thutmosis IV., Aa-chepru-Rê, Si-Amun, Ahmose, Amenemipet, Ubensenu, Nedjem, Amenhotep zweimal

Regentschaft


Amenhotep cartouche with damage.jpg

Ursprünglich war Amenotep II. nicht der Thronerbe, aber sein Halbbruder Amenemhet verstarb wohl früh. Sein Vater machte ihn zum Mitregenten, und sie regierten gemeinsam ca. 2,5 Jahre. Nach Manetho hat er 25 Jahre und 10 Monate regiert.

Außenpolitik

Amenhotep II. galt als körperlich starker Mann. Seine sportlichen Leistungen im Laufen, Rudern, Pferdedressur (Streitwagen) und Bogenschießen sind urkundlich belegt, ebenso sein Hang zur Grausamkeit. In seinem 3. Jahr zeigt er sich mit seinen Truppen in Tachsi, südlich von Qadesch am Orontes. Sieben getötete Fürsten lässt er kopfüber an den Bug seines Schiffes binden, hängt schließlich sechs an der Stadtmauer Thebens auf und den siebenten an der Mauer von Napata am 4. Nilkatarakt- circa dreitausend Kilometer entfernt. Nicht gesichert ist, ob er Gefangene lebendig in Gruben verbrannt hat.

Im 7. Jahr zieht er wieder nach Nordsyrien bis Qadesch, der Feldzugsbericht ist jedoch unvollständig. Vielleicht erlitt er eine Niederlage gegen Mitanni. Auf dem Rückzug brandschatzt er kleine Dörfer in Palästina, wohl um seine Truppen zu versorgen, und feiert das als großen Sieg (nach Helck).

Im 8. Jahr zieht er nach Nubien. Der Feldzug im 9. Jahr ist bescheidener, denn er geht nur bis Palästina.

Innenpolitik, Bautätigkeit

Sein Wesir wird nach Rechmirê (TT100), der bereits unter Thutmosis III. diente, Amenope-Pairi (KV48). Vizekönig von Kusch ist Wesersatet.

Eine umfangreiche Bautätigkeit des Königs ist im ganzen Land belegt. Leider ist heute fast alles zerstört und man findet oft nur Inschriften.

Rundplastik

Die Statuen Amenhoteps II. folgen in Typ, Ikonographie und zunächst Physiognomie denen des Vorgängers. Weiterentwicklung sind in der Ikonographie und er Physiognomie festzustellen. In der Physiognomie zeichnet sich seine Plastik in schlanken Wangen und einem spitzen Kinn aus. Ein wesentliches ikonographisches Detail ist die Lappung des Schendits, die nur unter Amenhotep II. sowohl rechts über links (vgl. Kairo EM CG 42075, New York MMA 13.182.6), als auch links über rechts (konventionell) abgebildet sein kann. Dadurch lassen sich unbeschriftete Statuen auf ihn datieren.

Tod und Begräbnis


Nach einer Regentschaft von 26 bis 31 Jahren starb der Pharao.

Im Jahr 1898 fand Loret das Grab des Amenhotep II. im Tal der Könige (KV 35), die Mumie des Königs lag noch in ihrem Sarg. In den rechten Nebenkammern entdeckte man die Mumien von 20 Personen, derunter 9 weiteren Herrschern, die man in der 21. Dynastie hierher umgebettet hatte, um sie vor Grabräubern zu schützen (und nachdem man von offizieller Seite die Gräber plündern ließ...).

Heute befinden sich einige der Mumien im Museum von Kairo. Der Versuch, Amenhotep II. in seinem Sarkophag zu belassen, hatte den Einbruch moderner Grabräuber zur Folge, die die Mumie stark zerstörten. Daher wurde auch sie im Jahr 1923 nach Kairo überführt.

Sein Sohn Thutmosis IV. wurde sein Nachfolger.

Quellen


Literatur


  • Peter Der Manuelian: Studies in the reign of Amenophis II, Hildesheim: Gerstenberg 1987, ISBN 3806781052

  • Magnus Reisinger, Entwicklung der ägyptischen Königsplastik in der frühen und hohen 18. Dynastie, Agnus-Verlag, Münster 2005, ISBN 3-00-015864-2

Weblinks


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