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Amateur Telescope Making, abgekürzt ATM, ist die engl. Bezeichnung für Hobbymäßiges Bauen von Teleskopen. Die Abkürzung steht auch für Amateur Telescope Maker. Es handelt sich dabei um eine auf die 1920er Jahre zurückgehende Erscheinung, bei der sich der Hobbyastronom seine Teleskope nicht kauft, sondern in Heimwerkermanier selbst baut.

Vor dem Ersten Weltkrieg waren Sternfreunde mit Eigenbau-Teleskopen sehr selten, da die erforderlichen Fachkenntnisse von Laien als Geheimwissenschaft angesehen wurden (was nicht stimmt).

Beginn der ATM-Bewegung war eine Artikelserie in Scientific American im Jahr 1923, in der der Selbstbau eines Teleskops ausführlich beschrieben wurde. Die Autoren waren Russell W. Porter und Albert Ingalls. Die Serie erschien als schließlich dreibändiges Buch, das bis heute erhältlich ist. ATMs bildeten die ersten Amateurastronomen-Clubs in den USA - zögerlich auch in anderen Kontinenten.

Heute erhält die ATM-Szene auf fast allen Teilen der Erde enormen Auftrieb, in vielen Fällen wird auch die Optik selbst geschliffen und poliert.

Gründe für das Selbstbauen können sein:
- Kosten: sie sind dann, wenn man weiß, was zu tun ist, insbesondere bei größeren Teleskopen erheblich niedriger (als Kauf)
- Qualität: sie ist so gut, wie der Bastler sie haben will bzw. erreichen kann (nicht abhängig vom Markt)
- Eigenschaften: z.B. besonders leicht zu transportierende Teleskope sind kaum käuflich zu erwerben
- Erweiterung des eigenen Horizontes: wie funktioniert das?
- Neugierde: kann ich das? - wie kann ich die Schwierigkeit(en) lösen?
- Stolz: auf das Selbstgeschaffene. Mit dem eigenen Werk das Universum erleben - Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten

Schon seit Beginn der ATM-Bewegung fertigen Selbstbauer in der ganz überwiegenden Mehrzahl Newton-Teleskope. Nachdem der amerikanische Amateurastronom John Dobson gegen Ende der 60er Jahren des 20sten Jahrhunderts das Prinzip der Dobson Montierung vorstellte, setzte sich die Kombination aus Newton Teleskop auf Donson Montierung - das sogenannte Dobson-Teleskop - unter Teleskop-Selbstbauern weltweit durch. Da der Newton Teleskoptyp aufgrund seiner hohen Einblickposition bei Teleskopen mit sehr großer Öffnung (> 0,5 m) beginnt sehr unhandlich zu werden, gibt es jedoch auch immer wieder erfolgreiche Selbstbauten anderer Teleskoptypen, wie beispielsweise das Ritchey-Chrétien-Cassegrain-Teleskop der Sternwarte Harpoint,

Literatur


  • Albert G. Ingalls (Hrsg.), Amateur Telescope Making (3 Bände).
    Originalausgabe: Scientific American; neu bearbeitete Ausgabe: Willmann-Bell Inc., Richmond, Virginia.
    Beschrieben werden u.a. das Schleifen, Polieren, Testen und Beschichten von Teleskopspiegeln, die Herstellung von Linsen und Prismen, der Bau von Montierungen und ganzen Observatoriumsgebäuden. Mit vielen schönen Illustrationen.

Weblinks


Amateur telescope making

Sonstiges (Astronomie)

 

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