Alvise Contarini (* 23. April 1597, † 11. März 1651 in Venedig) war ein venezianischer Adliger und Diplomat.
Ab dem Jahre 1618 war er bei der Verwaltung der Republik Venedig angestellt und bereits fünf Jahre später im Jahre 1623 wurde er in den großen Rat der Republik gewählt. Daraufhin übernahm er die Position des venezianischen Botschafters in den Niederlanden. Von 1626 an war er Botschafter in England bis er 1629 zum Botschafter in Frankreich ernannt wird. Während dieser Zeit bewog er den damaligen französischen König Ludwig XIII. zu einem Bündnis mit Venedig, um so Österreich an der Besetzung des Veltlins zu hindern, sowie Kardinal Richelieu zur Unterstützung Schwedens.
Im Jahre 1632 wurde er zum Gesandten der Römischen Kurie ernannt und wird ab 1636 zunächst nach Istanbul geschickt. Nach seiner Rückkehr im Jahre 1641 wurde Contarini als Vermittler für die Verhandlungen zum Westfälischen Frieden in Münster bestimmt, die den Dreißigjährigen Krieg beenden sollten. Dabei besass er großer Vertrauen aller Teilnehmer der Konferenz und zugleich wichtiger Mittelsmann von Fabio Chigi, der nicht direkt mit den Vertretern der protestantischen Parteien verhandeln durfte.
Mann | Adliger | Geboren 1597 | Gestorben 1651 | Venezianer
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