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Strukturformel
Allgemeines
Name Aluminiumoxid
Andere Namen Korund (Mineral), Tonerde
Summenformel Al2O3
CAS-Nummer 1344-28-1
Kurzbeschreibung -
Eigenschaften
Molmasse 101,96 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 3980 kg/m³
Schmelzpunkt 2046 °C
Siedepunkt 2980 ± 60 °C
Dampfdruck - Pa (x °C)
Löslichkeit unlöslich in Wasser, Säuren und Basen
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
-
-

R- und S-Sätze R:
S: MAK - Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Aluminiumoxid (Summenformel Al2O3), auch Tonerde genannt, ist eine der Sauerstoffverbindungen des chemischen Elements Aluminium.

Modifikationen


Die wichtigsten Modifikationen des Aluminiumoxides sind:

Vorkommen


α-Al2O3 kommt als Mineral (Korund) auch in der Natur vor.

Gewinnung und Darstellung


Aus Bauxit wird Aluminiumhydroxid (ATH) durch Aufschließen in Natronlauge gewonnen (Bayer-Verfahren). Durch Entziehen des Wassers, z.B. durch Sintern oder Kalzinieren erhält man Aluminiumoxid. Eine weitere Darstellung von Aluminiumoxid kann durch vorsichtiges Dehydrieren von Hydrargillit oder Böhmit erfolgen.

Aluminium kann auch elektrolytisch oxidiert werden, siehe Eloxieren.

Eigenschaften


Das γ-Al2O3 ist ein hygroskopisches, weißes, lockeres Pulver, das nicht in Wasser, dafür in starken Säuren und Basen löslich ist.

Bereits ab 800 °C geht das γ-Al2O3 in das in Säuren wie Basen im allgemeinen unlösliche α-Al2O3 über.

Mit verschiedenen Metalloxiden bildet Aluminiumoxid Aluminate.

γ-Al2O3 ist ein poröses Material, dessen Oberflächenstruktur stark von den Herstellungprozess, beziehungsweise dessen Temperatur, beeinflusst werden kann. In der Chromatographie wird es als Adsorbens verwendet.

Verwendung


Das α-Al2O3 hat eine Mohs'sche Härte von 9 bis 9,5 und wird unter anderem zu Lagersteinen von Messinstrumenten und Uhren, sowie zu Schleifmitteln verarbeitet. Basis dafür ist häufig das als Nebenprodukt der Aluminothermie anfallende Alundum.

Kalzinierte Aluminiumoxide werden in der Keramik (z. B. in Zündkerzen, Waschbecken, Hotelgeschirr, Schußsicherer Bekleidung) oder im weitesten Sinn als Poliermittel (z.B. in Glaskeramikreinigern, Autopflegemitteln, Bremsbelägen, Zahnpasten) verwendet. Weiterhin dient gesintertes α-Al2O3 (Sinterkorund) als feuerfestes Material in Ofenauskleidungen oder Laborgeräten.

Mit Verunreinigungen durch geringe Mengen an Cr2O3 beziehungsweise TiO2 bildet der Korund die Edelsteine Rubin und Saphir.

Mit Ti2O3 dotierte Al2O3-Einkristalle bilden das Herzstück des Titan-Saphir-Lasers.

γ-Al2O3 dient als Adsorbens und als Katalysatorträger, sowie als Katalysator selbst.

Neueste Sinterverfahren machen es möglich, Aluminiumoxid zur Herstellung extrem fester und bruchsicherer Gläser einzusetzen, z.B. bei Armbanduhrengläsern (Nature, Vol. 430, S. 761, 2004).

Siehe auch


Chemische Verbindung Oxidkeramiken

Aluminiumoxid | Aluminium oxide | Alumine | Áloxíð | 酸化アルミニウム | Aluminiumoxide | Aluminiumoksid | Tlenek glinu | Óxido de alumínio | Оксид алюминия | Алуминијум оксид | Aluminiumoxid | อะลูมิเนียมออกไซด์ | Ôxít nhôm | 氧化铝

 

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