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Strukturformel
Al^{3+}N^{3-}\,\!
Allgemeines
Name Aluminiumnitrid
Andere Namen -
Summenformel AlN
CAS-Nummer ?
Kurzbeschreibung ?
Eigenschaften
Molmasse 40,99 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 3,26 g/cm³
Schmelzpunkt 2200 °C in N2
Sublimationspunkt 2000 °C
Dampfdruck ? Pa (x °C)
Löslichkeit ?
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
?

R- und S-Sätze R:
S: MAK - Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Normbedingungen.

Aluminiumnitrid, Summenformel AlN, kristallisiert in der Wurtzit-Struktur, in der hexagonalen Raumgruppe P63mc. Die Al-Atome bilden eine dichte Kugelpackung auf einem hexagonalen Gitter, die N-Atome besetzen die Hälfte der tetraedrischen Lücken dieses Gitters. Die Gitterkonstanten betragen a: 3.1114 Å und c: 4.9792 Å. Die Röntgendichte von AlN liegt bei 3.26 g/cm3. Aluminium und Stickstoff sind überwiegend kovalent gebunden, der Anteil der ionischen Bindung beträgt 45 %. Die relative Molekülmasse Mr beträgt 40,99 u. In Stickstoffatmosphäre besitzt es einen Schmelzpunkt von 2000 °C und sonst einen Sublimationspunkt von 2000 °C und hat eine Härte nach Mohs von 9.

Aluminiumnitridkeramik wird üblicherweise bei Temperaturen von ca. 1800°C drucklos gesintert. Mit Hilfe geeigneter Sinteradditive kommt es hierbei zum Flüssigphasensintern. In der Praxis hat sich die Dotierung mit Calcium- und Yttriumoxid als Standardverfahren weitgehend durchgesetzt.

Da AlN-Keramik eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit von 180 W/mK besitzt, wird es vor allem in der Leistungselektronik als Substratwerkstoff verwendet. Weiterhin ist der Einsatz der AlN-Keramik an den Stellen interessant, an dem viel Wärme abgeführt werden muss, die Werkstoffe jedoch keinen elektrischen Strom leiten dürfen.

Aluminiumnitrid läßt sich auch durch physikalische Abscheideverfahren (PVD), sog. Sputtern, als Dünnschicht gewinnen. AlN ist schwach piezoelektrisch.

Synthese


Aluminiumnitridpulver lässt sich aus Aluminiumoxid, Stickstoff bzw. Ammoniak und Kohlenstoff im Überschuss bei einer Temperatur >1600°C in einer carbothermischen Reaktion darstellen:

\mathrm{2Al_2O_3 + 9C + 4NH_3 \to 4AlN + 3CH_4 + 6CO}

\mathrm{Al_2O_3 + 3C + N_2 \to 2AlN + 3CO}

Ein weiterer Weg ist die Direktnitridierung. Bei dieser Syntheseart wird metallisches Aluminium- bzw. Aluminiumoxidpulver bei Temperaturen > 900°C mit N2 oder NH3 zu AlN umgesetzt:

\mathrm{2Al + N_2 \to 2AlN}

\mathrm{Al_2O_3 + 2 NH_3 \to 2AlN + 3H_2O}

Reaktionsverhalten


Aluminiumnitridpulver weist eine hohe Hydrolyseempfindlichkeit auf. Im Wasser ist eine unvollständige Spaltung von Aluminiumnitrid in Aluminiumhydroxid und Ammoniak zu beobachten. Gesinterte Keramik weist keine Hydrolyseempfindlichkeit auf. In Natronlauge zersetzt sich sowohl Aluminiumnitridpulver als auch gesinterte AlN-Keramik in Ammoniak und Aluminatlösung gemäß:

\mathrm{AlN + NaOH + 3H_2O \to NH_3 + Na*}

Weitere physikalische Eigenschaften


Folgende Eigenschaften gelten für AlN Bulk-Material. Die Eigenschaften von AlN-Dünnschichten sind stark prozessabhängig, so dass z. B. intrinsische mechanische Spannung auftreten und sich AlN in dünne Schichten durch andere mechanische und elektrische Eigenschaften auszeichnet.

Weblinks


Siehe auch


Chemische Verbindung Nicht-Oxidkeramiken

Aluminum nitride | 窒化アルミニウム | Алуминијум нитрид

 

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