| Strukturformel | |
|---|---|
| Allgemeines | |
| Name | Aluminiumhydroxid |
| Andere Namen | Hydrargillit, Bayerit, Böhmit, Diaspor, Nordstrandit, Aluminiumoxidhydrat, Aluminiumoxidhydroxid |
| Summenformel | Al(OH)3 |
| CAS-Nummer | 21645-51-2 |
| Kurzbeschreibung | Weißer Feststoff |
| Eigenschaften | |
| Molmasse | 78 g/mol |
| Aggregatzustand | fest |
| Dichte | 2.420 kg/m³ (20 °C) |
| Schmelzpunkt | bei 180-200° C Umwandlung in AlO(OH) |
| Löslichkeit | unlöslich in Wasser |
| Sicherheitshinweise | |
| Gefahrensymbole: keine | |
| R- und S-Sätze | R: - |
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Normbedingungen. | |
Das Aluminiumhydroxid, Summenformel Al(OH)3 wird nach seinen Erscheinungsformen unterschieden und hat amphoteren Charakter.
Vom Aluminiumorthohydroxid Al(OH)3 sind drei Modifikationen bekannt:
Weiterhin existiert das wasserärmere Aluminiummetahydroxid (Aluminiumoxidhydroxid) AlO(OH) von dem folgende Variationen existieren:
Wird Kohlendioxid in eine Natriumaluminatlösung eingeleitet bildet sich bei 80 °C kristallines α-Al(OH)3. Bei geringerer Temperatur würde zunächst Bayerit entstehen, der allmählich in α-Al(OH)3 übergeht.
Durch Erhitzung von Hydrargillit auf 300 °C wird eine teilweise Entwässerung zu kristallisiertem Böhmit erwirkt.
Diaspor wird dargestellt in dem Böhmit in wäßriger Natronlauge unter Druck (50 MPa) auf 380 °C erhitzt wird.
Werden die verschiedenen Aluminiumhydroxidformen durch starkes erhitzen dehydriert, erhält man schließlich Aluminiumoxid Al2O3.
In Säuren reagiert es zu den entsprechenden Aluminiumsalzlösungen.
Die Reaktionsgeschwindigkeit ist dabei abhängig von der beteiligten Modifikation, so ist die Löslichkeit in Säuren bei amorpher Struktur wesentlich größer als bei kristalliner Form.
In der Medizin wird Aluminiumhydroxid bei Dialysepatienten als Phosphatbinder eingesetzt. Dabei zeigte sich bei längerem Einsatz eine cerebrale Toxizität (Demenz), ebenso eine Knochentoxizität, weshalb ein Einsatz von höchstens vier Wochen empfohlen wird. Auch als Adjuvans bei Toxoid-Impfstoffen wird Aluminiumhydroxid zur Wirkungsverstärkung angewendet.
Siehe auch:
Hydroxid hlinitý | Aluminium hydroxide | Hydroxyde d'aluminium | Aluminiumhydroxide | Алуминијум хидроксид | อะลูมิเนียมไฮดรอกไซด์ | 氢氧化铝
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