| Wappen | Karte |
|---|---|
| Landkreiswappen des Landkreises Altmarkkreis Salzwedel.png | Lage des Landkreises Altmarkkreis Salzwedel in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt |
| Verwaltungssitz: | Salzwedel |
| Fläche: | 2.292,30 km² |
| Einwohner: | 96.040 (31. Dezember 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 42 Einwohner je km² |
| Kreisschlüssel: | 15 3 70 |
| Kfz-Kennzeichen: | SAW |
| Kreisgliederung: | 119 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: | Karl-Marx-Straße 32 29410 Salzwedel |
| Website: | altmarkkreis-salzwedel |
| Politik | |
| Landrat: | Hans-Jürgen Ostermann (SPD) |
| Karte | |
| Saxony anhalt saw.png | |
Der Altmarkkreis Salzwedel ist ein Landkreis im Nordwesten des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Nachbarkreise sind im Norden der niedersächsische Landkreis Lüchow-Dannenberg, im Osten der Landkreis Stendal, im Süden der Ohrekreis, im Westen der niedersächsische Landkreis Gifhorn und im Nordwesten der ebenfalls niedersächsische Landkreis Uelzen.
Der Altmarkkreis Salzwedel umfasst den Westen der Landschaft Altmark und liegt im Nordwesten Sachsen-Anhalts als Teil der Norddeutschen Tiefebene. Wichtige Gewässer sind die Flüsse Jeetze und Milde sowie der Arendsee. Im Südosten hat der Kreis einen Anteil an der Colbitz-Letzlinger Heide.
Die Landschaft ist überwiegend in der vorletzten, der Saale-Eiszeit entstanden und gehört damit zum Altmoränenland. Weite Teile des Kreises werden von flachen bis flachwelligen Grundmoränenflächen dominiert. Die tief liegenden Grundmoränen wurden oft von Urstromtalungen verschüttet und bilden heute große, tischebene Gebiete, die von den heutigen kleinen Flüssen nur unvollkommen ausgefüllt werden. Von der Colbitz-Letzlinger Heide ausgehend zieht sich weiter in nordnordwestlicher Richtung ein Endmoränenzug. Dort befinden sich die höchsten Erhebungen des Landkreises. Die Hellberge bei Zichtau erreichen über 160 m, der "Pistolsche Berg" bei Bonese 121 m über NN. Die Landnutzung ist abwechslungsreich und besteht zu jeweils etwa einem Drittel aus Wald, Wiesen und Ackerflächen.
Insgesamt ist der Altmarkkreis einer der am dünnsten besiedelten Kreise in Deutschland.
Diese Gegend erhielt erst recht spät Eisenbahnverbindungen. Die Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft erreichte 1870 von Stendal her die heutige Kreisstadt, von der es 1873 in Richtung Uelzen weiterging. Inzwischen war im Jahre 1871 auch Gardelegen an die Strecke Stendal–Hannover angeschlossen worden.
Um die Wende zum zwanzigsten Jahrhundert entwickelte sich Salzwedel zu einem wichtigen Bahnknoten:
Eine Nord-Süd-Strecke der Preußischen Staatsbahn, die Dannenberg mit Oebisfelde verband, kreuzte hier die Fernbahn Berlin - Bremen; der Südteil über Beetzendorf–Klötze nach Oebisfelde wurde 1889 eröffnet, der Nordteil über Lüchow nach Dannenberg folgte 1891.
Auch zwei schmalspurige Kleinbahnen gingen von Salzwedel Neustadt aus:
Die Züge der Salzwedeler Kleinbahnen GmbH fuhren seit 1900-1902 nach Diesdorf und die der „Salzwedeler Kleinbahn-Gesellschaft Südost GmbH“ nach Winterfeld. Nach ihrer Vereinigung im Jahre 1921 folgte fünf Jahre später der Umbau auf Normalspur.
In Winterfeld fand diese Kleinbahn Anschluß an die 1899 eröffnete, von Ost nach West führende Strecke der „Kleinbahn AG Bismark-Calbe-Beetzendorf“. Nach ihrer Verlängerung bis Diesdorf im Jahre 1903 war auch dort der Endpunkt einer Salzwedeler Schmalspurbahn erreicht. Die Linie führte ab 1909 bis Wittingen weiter und erhielt 1911 eine Abzweigung von Rohrberg nach Zasenbeck, beide Endpunkte in der Provinz Hannover gelegen.
Der Name des Unternehmens war mehrfach geändert worden und lautete nach Fusion mit der 1904 eröffneten "Kleinbahn AG Gardelegen-Calbe" seit 1908 "Kleinbahn AG Bismark-Gardelegen-Wittingen.
Die älteste Kleinbahn im Kreis war die "Altmärkische Kleinbahn-GmbH" die zwischen 1897 und 1901 von Klötze über Groß Engersen–Lindstedt in Richtung Vinzelberg an der Hauptbahn Magdeburg–Oebisfelde gebaut wurde.
Sie besaß bis 1921/22 die Spurweite 750 mm, wurde dann zur Hälfte umgespurt, jedoch östlich Groß Engersen stillgelegt. 1927 kam es zur Vereinigung mit der „Kleinbahn AG Bismark-Gardelegen-Wittingen“, die fortan als Altmärkische Kleinbahn AG firmierte.
Weitere Teilstrecken von Kleinbahnen erreichten das Kreisgebiet:
Die Eröffnung der Strecke Salzwedel–Arendsee–Wittenberge durch die Deutsche Reichsbahn bildete 1922 das Ende des Bahnbaus im Kreis. Zu dieser Zeit fanden auch schon erste Stillegungen statt. Trotzdem erreichte das Eisenbahnetz einen Höchststand von über 400 km Strecken. Davon wurden rund drei Viertel inzwischen eingestellt:
| 1921 | Faulenhorst–Groß Engersen–Vinzelberg | 30 km (Spurweite 750 mm) |
| 1926 | Jeggeleben–Winterfeld | 4 km (Spurweite 1000 mm) |
| 1945 | Salzwedel–Bürgerholz–Wustrow | 6 km |
| Diesdorf–Waddekath-Rade–Wittingen | 6 km | |
| Hanum–Zasenbeck | 1 km | |
| 1951 | Letzlingen–Roxförde–Haldensleben | 6 km |
| 1961 | Rohrberg–Hanum | 14 km |
| 1967 | Wernstedt–Groß Engersen–Gardelegen | 17 km |
| 1968 | Kleinau–Deutsch Pretzier | 17 km |
| 1970 | Kalbe–Wernstedt | 4 km |
| Wernstedt–Faulenhorst–Klötze | 18 km | |
| 1971 | Gardelegen–Letzlingen | 13 km |
| 1973 | Beetzendorf–Diesdorf | 17 km |
| 1975 | Osterburg–Kleinau | 22 km |
| 1978 | Stendal–Neulingen–Arendsee | 7 km |
| 1980 | Salzwedel Altperver Tor–Jeggeleben–Badel | 18 km |
| 1991 | Kalbe–Badel–Winterfeld–Beetzendorf | 27 km |
| 1993 | Dähre–Bonese–Diesdorf | 14 km |
| 1995 | Salzwedel–Dähre | 22 km |
| 2001 | Hohenwulsch–Neuendorf-Karritz–Kalbe (Milde) | 5 km |
| 2002 | Oebisfelde–Kunrau–Beetzendorf–Salzwedel | 46 km |
Wichtige Eisenbahnstrecken sind heute:
Der Altmarkkreis Salzwedel ist 1994 hervorgegangen aus den ehemaligen Landkreisen Salzwedel, Klötze und Gardelegen und eines Teils des Landkreises Osterburg.
Genehmigung des Wappens am 24. November 1994
Der rote brandenburgische Adler symbolisiert die jahrhundertealte Zugehörigkeit der Altmark zur Mark Brandenburg, von der sie 1807 durch Zuordnung zum Königreiche Westphalen und 1816 zur neugebildeten preußischen Provinz Sachsen abgetrennt wurde. Der Lüneburger Löwe in Gold weist auf die ehemalige Zugehörigkeit des Amtes Klötze zu Braunschweig-Lüneburg hin. 1815 wurde das Amt an Preußen abgetreten und der Provinz Sachsen zugeordnet. Der vorheraldische ankerkreuzförmige Beschlag wurde dem von Albrecht dem Bären in seinen Siegeln verwandten Schild entnommen; er soll an die Bedeutung Albrechts für die Altmark erinnern.
Farben des Landkreises: Blau/Gelb
- | Verwaltungsgemeinschaftsfreie Gemeinden/Städte |
Von der Kreisreform Sachsen-Anhalt 2007 bleibt der Landkreis unberührt.
Altmarkkreis Salzwedel | Subdistrikto Altmarkkreis Salzwedel | Altmarkkreis Salzwedel | Altmarkkreis Salzwedel | Altmarkkreis Salzwedel
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